Wir sind zufrieden

Peter Högg, Erster Bürgermeister von Diedorf. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Jutta Kaiser-Wiatrek

Die Marktgemeinde Diedorf hat den Haushalt einstimmig beschlossen. "Es wurde von Kämmerer Herbert May eine solide Vorlage gemacht, die von allen Fraktionen gelobt wurde und in welcher auch die Wünsche aller Fraktionen so weit als möglich berücksichtigt wurden", zeigt sich Bürgermeister Peter Högg zufrieden. Allerdings, so schränkt er ein, werde die Marktgemeinde keine allzu großen Sprünge machen können.

"Wir werden aber bewältigen, was zu tun ist". Dafür müssen allerdings Kredite aufgenommen werden, wodurch im schlechtesten Fall die Schulden von derzeit 400 000 Euro auf bis zu 2,27 Millionen Euro ansteigen. Dafür müssten allerdings alle angedachten Kredite ausgeschöpft werden. Benötigt werden diese Geldmittel vordringlich für die Sanierung des katholischen Kindergartens Herz Mariä, die die Marktgemeinde mit 80 Prozent unterstützt. In diesem Jahr sollen dafür nochmals eine Million Euro an Kreditmitteln aufgenommen werden. Diese Maßnahme soll im Sommer abgeschlossen sein. Eine zusätzliche Kreditaufnahme ist für die Beschaffung von 42 Containern als Flüchtlingsunterkünften sowie die Erschließung des Grundstücks an der Oggenhofstraße notwendig. Mit der Miete für die Container durch das Landratsamt soll die Geldaufnahme abbezahlt werden. Wenn auch der Kredit Diedorf zunächst schon belastet, so ist er dennoch so überschaubar, dass er innerhalb von drei Jahren, so lange gilt die aktuelle Baugenehmigung, abbezahlt ist. Bei einer Verlängerung der Baugenehmigung könnte es sogar schwarze Zahlen für die Marktgemeinde geben. Der Aufbau und Ausbau der Container soll in den nächsten 14 Tagen erfolgen. Das Landratsamt wird sie dann nach und nach belegen. Högg hofft, dass das dann relativ ruhig funktionieren werde. Wir müssen diese Kredite hoffentlich nicht ganz ausschöpfen", hofft der Bürgermeister hier auf die Hälfte der angedachten Summe. War der Schuldenstand von 2012 bis 2015 stetig fallend, so wird er sich voraussichtlich Ende 2016 auf 2,2 Millionen Euro belaufen, ist die Prognose. "Wenn wir allerdings so gut wirtschaften wie im vergangenen Jahr und nicht alle Kreditmittel ausschöpfen, wird er sich auf 1,5 Millionen Euro belaufen", schätzt der Bürgermeister. Wenn sich die Marktgemeinde auch etwas einschränken muss, so will sie doch die Projekte, die machbar sind, angehen. Dazu gehören das Umweltzentrum und ein neues Verwaltungszentrum, das sich derzeit noch in der Planungsphase befindet. In gewisse Daueraufgaben wie Baumaßnahmen für Straßen, Kanalisierung und Immobilien sollen 1,8 Millionen Euro investiert werden.

Voran getrieben werden soll auch der neue Kindergarten Willishausen/Hausen mit einer Krippen- und einer Kindergartengruppe, für den dieses Jahr bereits 500 000 Euro an Planungskosten bereit stehen. Der Bedarf an Kindergartenplätzen ist hier zwar nicht erheblich größer geworden, die Einrichtung soll aber auch als Puffer für andere Ortsteile dienen, deren Kinder keinen Betreuungsplatz mehr finden und somit langfristig die Kindergartensituation in Diedorf entspannen. Immerhin rechnet die Marktgemeinde in den nächsten zehn Jahren mit mehr Kindern. Weiter steht Diedorf in den Startlöchern für eine Überplanung des Flächennutzungsplans, der im Lauf der nächsten zwei Jahre überarbeitet und aktuell und modern ausgerichtet werden soll. Die erste Vorstellung soll in der nächsten Ratssitzung stattfinden. "Wenn wir alle unsere Vorhaben heuer so hinbringen, gibt es schon einiges zu tun", blickt Högg auf ein arbeitsreiches Jahr.
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