25 Diedorfer Damen im Wettkampf um Meistertitel

Competition und Trainer Team des TSV Diedorf beim ESDU Austrian Open 2016: Teresa Kaufer, Franziska Wagner, Melina Apweiler, Alina Eser (von links), Maria Schimunek (unten). Foto: privat


Tanzen ist für viele Ausgleich zum Alltag oder einfach Entspannung. Für die Tanzmädels des TSV Diedorf ist es aber viel mehr. Denn nur mit viel Einsatz, Leistungsbereitschaft und Motivation gewinnt man drei Deutsche Meistertitel und einen 2. Platz bei der Weltmeisterschaft.

Auch 2016 wurde wieder ein Traum war, als die Wettkampfgruppe, erstmalig die neue Choreogruppe und das Competition Team der Tanzabteilung des TSV Diedorf mit 25 jungen Damen in Freising zu den German Open antrat. Hier wurde unter etlichen Gruppen und Einzeldarbietungen aus ganz Deutschland der Deutsche Meister im Jazz und Modern Dance ermittelt.

"Neben der tänzerischen Leistung zählt auch immer der Ausdruck und da gehört ein tolles Kostüm, Haare und Schminke natürlich dazu", sagt Trainerin Franziska Wagner und Alina Eser ergänzt: "25 Flechtfrisuren am Stück sind schon eine zeitliche Herausforderung." Dann noch Wimpern aufkleben, Rouge und Lippenstift auftragen und das Kostüm mit Bändern veredeln. All das läuft für die Profis der Tanzabteilung mittlerweile in Rekordzeit. Denn sie sind fast alle schon alte Hasen im Wettkampfbusiness.

Das Competition Team, bestehend aus allen fünf Trainerinnen, bestritt 2006 seine ersten Wettbewerbe und auch die nachfolgende Altersgruppe ist schon seit 2011 am Start. Neu ist es für viele aus der Choreogruppe. Diese altersübergreifende Gruppe wurde erst in diesem Jahr ins Leben gerufen und besteht aus talentierten Tänzerinnen aller fünf Gruppen der Tanzabteilung. Hier ist jede Altersgruppe vertreten, die jüngste Tänzerin ist acht Jahre alt, die Älteste 23. "Das macht es für uns und für das Publikum umso spannender", sagt Nadine Haas, die schon seit zehn Jahren beim TSV tanzt. "Kleinere kann man gut heben und auch Paarübungen besser und interessanter umsetzen." Denn darauf kommt es bei der Jury und dem Publikum an. Sie wollen unterhalten werden, sei es mit einem lyrischen Tanzauftritt, der bewegt oder mit einer flotten Tanzdarbietung, die zum mitklatschen anregt. Natürlich muss auch die technische Umsetzung stimmen und Kreativität, Ausdruck und Synchronität werden mit hohen Punkten seitens der Jury belohnt. Aber am Ende zählt für jede einzelne Tänzerin auch immer der Applaus des Publikums. Doch die Jury allein hat das Zepter in der Hand und wählte die Choreogruppe mit ihrem Tanz "Tongue" und das Competition Team mit "Running with the wolves" zum Deutschen Meister. Der dritte Deutsche Meistertitel ging an das akrobatische Duett "Palladio" von den Trainerinnen Alina Eser und Maria Schimunek.

"Wir wollen möglichst viele Facetten des Tanzens zeigen, da gehören auch Akrobatik und die Umsetzung von Geschichten dazu", so eine weitere Trainerin Teresa Kaufer. Mit diesem Hintergrund haben die fünf Trainerinnen, die zusammen das Competition Team bilden, dieses Jahr die "Suche nach dem Licht" vertanzt. Mit "Lights will guide me", Augenbinden und einer leuchtenden Kugel konnten sie auch die Jury in Kroatien überzeugen. Bei den World Dance Masters belegten sie mit diesem lyrischen Stück den 3. Platz. Das Diedorfer Akrobatikduett "Palladio" kam auf den zweiten Platz und wurde Vizeweltmeistertitel.

Nein, traurig seien sie nicht über den knapp verpassten Weltmeistertitel. Es ist ein Grund, es im nächsten Jahr erneut zu versuchen. (oh)
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