Schock im ICE: Verwirrter Senior steht auf Bahngleisen bei Dinkelscherben

Ein 75-Jähriger hatte bei Dinkelscherben zu nah an den Bahngleichen gestanden. Der Lokführer eines ICEs befürchtete einen Unfall. (Foto: Markus Höck / Symbolbild)

Wegen einer Personensuche war am Mittwochabend die Bahnstrecke Augsburg - Ulm bei Dinkelscherben zwei Stunden lang gesperrt. Die gesuchte Person wurde in Gewahrsam genommen.

Die Notfallleitstelle der Bahn informierte gegen 18.40 Uhr die Bundespolizei, dass ein ICE auf der Fahrt von Stuttgart nach München auf Höhe Dinkelscherben eine Person erfasst haben soll. Nach Angaben des Lokführers sah er einen Mann zu nahe am Gleis stehen. Er habe deswegen einen Achtungspfiff abgegeben und eine Schnellbremsung eingeleitet. Die Person sei daraufhin in den Wald gelaufen. Er gehe aber davon aus, dass der Mann mit dem Zug Kontakt hatte und verletzt sei. Sofort wurde eine Suche eingeleitet, an der sich neben der Polizei Zusmarshausen auch ein Polizeihubschrauber und etwa 50 Feuerwehrleute der umliegenden Gemeinden beteiligten. Gegen 20 Uhr meldete ein Jagdpächter der Polizei, dass er im Wald einen älteren Herrn angetroffen habe, der offensichtlich verwirrt sei. Wie sich herausstellte, handelte es sich um den gesuchten Mann.

Der 75-Jährige war durch den Vorfall nicht verletzt worden. Ein Notarzt wies ihn auf Grund seines Zustands in eine Fachklinik ein. Während des Polizeieinsatzes war die Bahnstrecke gesperrt. Reisende in dem voll besetzten ICE wurden durch die Schnellbremsung nicht verletzt. Der Lokführer stand unter Schock und musste abgelöst werden.
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