Im Schmeller Forst wird weiter gebohrt

Nun wird im Schmeller Forst bereits am zweiten Tiefbrunnen gearbeitet. Foto: mick


Eines der größten und dringlichsten Bauprojekte in Dinkelscherben ist die neue Trinkwasserversorgung. Da die wasserrechtlichen Genehmigungen der bisherigen Brunnen in Dinkelscherben und im Ortsteil Oberschöneberg Ende 2016 auslaufen, werden im Staatswald Schmellerforst nun neue Brunnen gebaut. Bislang wurden dafür fast 600 000 Euro ausgegeben und in diesem Jahr werden für den Ausbau der Brunnen und für die Wasserleitung zum Hochbehälter bis zu drei Millionen Euro benötigt, rechnet die Verwaltung.

Vor Ort im Schmeller Forst wurden die Baugerätschaften nun umgezogen. Nach der Bohrung für den ersten Brunnen haben nun die Arbeiten am zweiten Tiefbrunnen begonnen. Sobald die Bohrungen abgeschlossen sind, stünden dann Pumpversuche an, um festzustellen, wie leistungsfähig das Gesamtsystem für die nächsten Jahrzehnte sein kann, erklärt die Verwaltung im amtlichen Mitteilungsblatt. Zuerst wird dafür aus dem zweiten Brunnen alleine, dann aus beiden Brunnen zusammen gefördert.

In der vergangenen Sitzung des Marktrats wurde schon über die Finanzierung des Projekts entschieden. Ein entsprechender Satzungsentwurf, der von der Geschäftsleitung erstellt und vom Gemeindetag und Landratsamt geprüft wurde, lag dem Gremium vor. Der Markt Dinkelscherben könne entweder Gebühren oder Beiträge von den Bürgern verlangen, damit die neue Wasserversorgung finanziert wird. Aus derzeitiger finanzieller Sicht sei es notwendig, dass Verbesserungsbeiträge erhoben werden, da ansonsten die Verschuldung der Gemeinde so hoch werde, dass es kaum noch einen Spielraum für nicht rentable Projekte gäbe, erklärte die Marktverwaltung.

Laut Kalkulation des Ingenieurbüro Steinbacher lägen die umlagefähigen Kosten bei etwa 6,1 Millionen Euro. Einstimmig beschloss der Marktrat, dass 50 Prozent der geschätzten Kosten über Verbesserungsbeiträge in drei gestaffelten Raten erhoben werden (50 Prozent, 25 Prozent und der anteilige Rest der tatsächlichen Kosten). Die verbleibenden Kosten für die neue Wasserversorgung würden dann bei Fertigstellung der Maßnahme über einen gestiegenen Wasserpreis refinanziert werden. (mick)
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