Dinkelscherben im Jahre 2035

Auch die zukünftige Verkehrsstruktur war Thema der Klausur und somit der Zukunft Dinkelscherbens. Foto: Gemeinde Dinkelscherben

In einem Workshop im Rathaus sprachen Gemeinderäte und Verwaltung über die Ortsentwicklung, um eine Grundlage für das Städtebauförderungsprogramm zu entwickeln.

Am Samstag, 20. Juni, trafen sich einige Gemeinderäte Dinkelscherbens mit den drei Bürgermeistern und einigen Verwaltungsmitarbeitern im Rathaus zu einer Klausur. Thema war die Ortsentwicklungsplanung für Dinkelscherben, die für die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplanes und dem Wiedereinstieg in das Städtebauförderungsprogramm Grundvoraussetzung ist. Moderiert und vorbereitet wurde das Treffen von zwei Fachleuten der Schule für Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten. In zwei Tagesabschnitten und in drei Gruppen wurde zuerst die Ist-Situation des Ortes hinsichtlich Stärken und Schwächen, Demographie, Gewerbe, Dienstleistung, Infrastruktur und Verkehr analysiert. Darauf folgte die Erörterung von Szenarien für die Entwicklung in den nächsten zwei Jahrzehnten.

Alle Betrachtungen führten immer wieder auf zwei sehr entscheidende Fragen zurück. Erstens, wie die Flächenverfügbarkeit nach Realisierung des Hochwasserschutzes an Zusam und Roth aussehe. Welche Flächen, die heute noch im Überschwemmungsgebiet liegen, können also nach Realisierung für die weitere Ortsentwicklung betrachtet werden? Zweitens kam die Frage auf, wie eine zukünftige Verkehrsführung in oder um Dinkelscherben aussehen könnte. Seit langem werden in Dinkelscherben über verschiedene Umfahrungs- und Entlastungsstraßen diskutiert.

"Je nach Antwort auf diese beiden Fragen ergeben sich sehr unterschiedliche Szenarien für die Innerortsentwicklung an den drei Hauptachsen Augsburger Straße, Marktstraße und Bahnhofstraße", erklärt Bürgermeister Edgar Kalb (Unabhängige Wählergruppe) im amtlichen Mitteilungsblatt. Daraus ergebe sich auch die künftige Platzierung von potentiellen Wohn- und Gewerbeflächen. Diese beiden Fragen müssen nun im nächsten Schritt im Gemeinderat diskutiert und mit größtmöglichem Konsens beantwortet werden, hieß es als Ergebnis des Workshops. Denn wenn eine breite Mehrheit das Konzept trage, könne anschließend eine darauf basierende Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans und die Innerortsentwicklung im Rahmen der Städtebauförderung erfolgen.

Ebenso bat Bürgermeister Kalb auch die Öffentlichkeit, sich mit Meinungen zu den Themen zu äußern. Er bat um persönliche Rückmeldungen oder eine E-Mail an info@dinkelscherben.de.
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