Einweihung der neuen Tagespflegeeinrichtung in Dittenheim

Im Hintergrund die Hausnummer 9, der Beginn der Tagespflege im ehemaligen "Arzthaus", rechts der Neubau mit 14 weiteren Plätzen.
 
Geschäftsführer Martin Albrecht (links) und Dr. Klaus Buechler, 1. Vorsitzender des Evang. Krankenvereins Gunzenhausen e.V. (rechts), erhalten von Bauleiter Jürgen Schmidt den "Schlüssel". Weitere Impressionen der offiziellen Einweihung und der neuen Tagespflegeeinrichtung sehen Sie in unserer Online Bildergalerie. Fotos: Jessica Frank


Nach nur einjähriger Bauzeit konnte am vergangenen Freitag die neue Tagespflegeeinrichtung in der Windsfelder Straße 9a offiziell eingeweiht werden. Nach einer charmanten Begrüßung seitens Dr. Klaus Buechler (1. Vorsitzender Evang. Krankenverein Gunzenhausen e.V.), in welcher er dem "Triumvirat" Günter Ströbel, Jürgen Schmidt und Martin Albrecht, ohne deren gemeinsamen Einsatz dieses markante neue Dittenheimer Gebäude nicht hätte realisiert werden können, dankte, folgten die Grußworte des 1. Bürgermeisters Günter Ströbel, MdL Manuel Westphals und Robert Westphals (stellvertretender Landrat). Im Anschluss übergab Jürgen Schmidt (Karl Schmidt-Bau GmbH) den "Schlüssel" in Form einer Pflanze und einer Schere, da er ersteren bereits einige Tage zuvor zur weiteren Innengestaltung übergeben hatte.

"Alt werden ist nichts für Feiglinge"

Bevor Dekan Klaus Kuhn zusammen mit dem Mitarbeiterinnenchor die Segnung vornahm und dabei die Wichtigkeit von Orten betonte, die nichts beschönigen, aber gute Worte dafür finden, dankte Geschäftsführer Martin Albrecht allen für ihre Unterstützung, damit dieses ansprechende Objekt realisiert werden konnte, in welchem man sich - sowohl Mitarbeiter als auch Senioren - wohlfühlen kann.

22 Tagespflegeplätze

So konnten zum bisherigen Angebot von acht Plätzen nun 14 weitere Tagespflegeplätze in der Gemeinde realisiert werden. Ein Gewinn für die pflegenden Angehörigen und die älteren Menschen: Erstere werden entlastet, die Senioren haben die Möglichkeit, weiterhin selbstbestimmt in der Nähe ihrer Familie zu Leben und werden nicht aus ihrem Zuhause gerissen.

Dass Bedarf an solchen Einrichtungen besteht, zeigte sich bereits 2009. Die Evangelische Kranken- und Altenpflege Gunzenhausen gemeinnützige GmbH waren die ersten, die diese Form der Betreuung anboten - und sind es in unserer Region auch heute noch. Was mit einem Betreuungsangebot im, von der Gemeinde zur Verfügung gestellten, "Arzthaus", startete, wurde bereits im Januar 2015 in eine Tagespflege umgewandelt. Die enorme Nachfrage führte schnell zu neuen Gesprächen zwischen dem Verein und der Gemeinde und letztlich zum Kauf des Anwesens durch den Verein und den nun eingeweihten Neubau. Für den ortsansässigen Martin Albrecht verwirklicht sich damit ein Traum: Dass so ein Programm in seiner Heimat realisiert werden konnte, war ihm eine Herzensangelegenheit und er dankte der Vorstandschaft, dass sie den Mut hatte, 557.000 Euro hierfür zu investieren. Ein großer Dank ging auch an die Mitglieder, die wesentlich dazu beitragen, dass der Verein gesund ist. Und an die Dittenheimer Handwerker, die den Verein seit gut 20 Jahren mit großzügigen Spenden unterstützen. Weitere 196.000 Euro konnten seitens der Deutschen Fernsehlotterie realisiert werden.

Jeder will alt werden, keiner will's sein!

Auch der 1. Bürgermeister der Gemeinde Dittenheim ist glücklich, dass man den pflegenden Angehörigen jetzt noch etwas mehr Freiraum schaffen konnte und sprach ihnen seinen großen Respekt aus! Dass das Objekt auf den Punkt fertiggestellt werden konnte, sei dem "Baulöwen" Jürgen Schmidt geschuldet, der vor allem mit ansässigen Betrieben für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatte und neben dem Dank auch Geburtstagswünsche entgegennahm. Ebenso wie einen Eimer mit diversen Flaschen und einer Kelle - für den Fall, dass es mal eng werden sollte.

Wichtige Lücke geschlossen

MdL Manuel Westphal beglückwünschte die Dittenheimer zu dieser modernen Form der Betreuung, werden doch aktuell rund 65 Prozent der Pflegebedürftigen durch Angehörige betreut. Ebenso wie sein Vater Robert Westphal betonte er dabei auch weiterhin den großen Einsatz der CSU in diesem Bereich. Der Posaunenchor umrahmte die Einweihung musikalisch, bei einem anschließenden Imbiss konnten im Anschluss die Räumlichkeiten in Augenschein genommen werden. (jf)
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