Blasiussegen in Ellgau

Prälat Dr. Dietmar Bernt erteilte den Gläubigen von St. Ulrich in Ellgau - hier ist es der kleine David - den Blasiussegen. Foto: Rosemarie Gumpp


Am 3. Februar feiert die Katholische Kirche den Gedenktag des heiligen Märtyrers Blasius. Dieser war von Beruf Arzt und wurde Bischof von Sebaste, das damals Hauptstadt der römischen Provinz Armenien war. Wahrscheinlich erlitt Blasius im Jahre 316 das Martyrium unter Kaiser Diokletian. Er weigerte sich die Götzenbilder anzubeten und wurde deshalb ins Gefängnis geworfen. Eine Erzählung berichtet, dass er dort einen Jungen, der eine Fischgräte im Hals stecken hatte, vor dem Erstickungstod gerettet habe. Eine arme Witwe erhielt durch die Fürsprache des Bischofs ihr einziges Schwein wieder, das ihr ein Wolf geraubt hatte.

Auf das volkstümliche Wunder der Heilung des Jungen mit der Fischgräte geht seit dem 16. Jahrhundert der Brauch des Blasiussegens zurück. Hier werden vom Priester zwei geweihte Kerzen gekreuzt vor den Hals gehalten. Auf die Fürsprache des Heiligen Blasius sollen sie vor Halserkrankungen, Halsschmerzen oder Ersticken bewahren. Der Priester spricht die Worte: "Auf die Fürsprache des Heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen".

Nach der Freitagabendmesse in St. Ulrich in Ellgau spendete Prälat Dr. Dietmar Bernt den Gläubigen den Blasiussegen. Zuvor segnete der Geistliche die Kerzen zum Gedenktag "Mariä Lichtmess", die das Jahr über in der Eucharistie oder bei anderen kirchlichen Anlässen angezündet werden.

Von Rosemarie Gumpp
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