"Bunte Sträuße" für die Muttergottes

Freiwillige Helferinnen banden 90 "bunte Sträuße" für die Muttergottes.
Zur Königin des Himmels hat Christus Maria gekrönt
Feierlicher Gottesdienst mit Segnung der Kräuterbüschel in St. Ulrich Ellgau

Von Rosmarie Gumpp
Ellgau: Die Kirche feiert das Fest „Mariä Himmelfahrt“ am Ende des Sommers und trägt zu Ehren Marias mit der Kräutersegnung die Gaben der Natur in ihren Gottesdienst hinein. Das Hochfest der Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel ist das einzige Marienfest in Bayern. Der alte Brauch der Kräutersegnung entwickelte sich aus Legenden um Maria. Nach einer dieser Erzählungen ließen die Apostel das Grab Mariens noch einmal öffnen, aber sie fanden darin nicht mehr den Leichnam, sondern Blumen. Eine andere Legende berichtet, dass aus dem Grab in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft von Blumen und Kräutern entstiegen sein soll. Je nach Region unterscheidet sich, was alles in den Kräuterbüschel kommt. Von alters her gehören in das Krautbund Wermut, Kamille, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Johanniskraut, Pfefferminze, Holunder, Königskerze und Getreide. Bischöflich Geistlicher Rat i. R. Hermann-Josef Lampart feierte den Gottesdienst und segnete am Ende der Eucharistie die Kräuterbüschel, die auch in diesem Jahr im Hof der Familie Stuhler von freiwilligen Helferinnen zu einem „bunten Strauß für die Muttergottes“ gebunden worden waren. Aus dem Erlös von 481 Euro gehen 250 Euro an Pfarrer Deusdedit Kirunda aus Afrika, der zurzeit als Urlaubsvertretung in der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf tätig ist.
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