Lech wird von Kies befreit

Das Wasserkraftwerk gehört zu den vier Lechkraftwerken der Rhein-Main-Donau AG (RMD) vor der Mündung des Lechs in die Donau. Foto: LEW/Wagner

Bayerische Elektrizitätswerke führen Kiesentnahme oberhalb der Staustufe Ellgau durch. Die Arbeiten dienen dem Hochwasserschutz am Unteren Lech.

Die Bayerischen Elektrizitätswerke (BEW) haben am unteren Lech oberhalb der Staustufe Ellgau begonnen, Geschiebe zu entnehmen. Insgesamt werden auf einem rund zwei Kilometer langen Flussabschnitt etwa 100.000 Kubikme-ter Anlandungen ausgebaggert. Die Arbeiten dienen dem Hochwasserschutz und gehören zu den Unterhaltsverpflichtungen der BEW beim Betrieb der Wasserkraftwerke.

Die Kiesentnahme wird in der vegetationsarmen Zeit im Winter durchgeführt und soll bis April abgeschlossen sein. Die Maßnahme ist mit den zuständigen Behörden und Kommunen abgestimmt. Insgesamt investiert die BEW am Unteren Lech bis 2020 rund 26 Millionen Euro in Maßnahmen zum Hochwasserschutz.

Über die parallel zum Lechkanal fließende Lechstrecke lagert sich oberhalb der Staustufe Ellgau Kies ab. Um den vorgeschriebenen Abstand zwischen Wasserspiegel und der Oberkante der Hochwasserschutzdämme einhalten zu können, müssen die Anlandungen regelmäßig entnommen werden. Dazu wird das Geschiebe im Lech zunächst so angehäuft, dass es mit Baugeräten und Lastern befahren werden kann. Anschließend wird der Kies ausgebaggert und abtransportiert. Zur Verbesserung der Geschiebebilanz wird dem Lech im Oberlauf wieder Kies zugegeben. Das Geschiebe wird im Frühjahr unterhalb der Staustufe 23 südlich von Augsburg eingebracht.

Das Kraftwerk Ellgau gehört den BEW zufolge zu den vier leistungsstarken Lechkraftwerken der Rhein-Main-Donau AG (RMD) vor der Mündung des Lechs in die Donau. Die Wasserkraftwerke Ellgau, Oberpeiching, Rain und Feldheim erzeugen jährlich etwa 220 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbarer Energie. Mit dieser Menge können etwa 63 000 Haushalte das ganze Jahr über mit elektrischer Energie versorgt werden. Die vier RMD-Kraftwerke am Unteren Lech werden von den BEW betrieben und von deren Zentralwarte in Gersthofen aus ferngesteuert. Die BEW ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Augsburger Lechwerke AG. Die BEW unterhält und betreibt 35 Wasserkraftwerke an Donau, Günz, Iller, Lech und Wertach.
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