München: Über 20000 Menschen bei Demo gegen TTIP und CETA - 17. September

Nordendorf:9.15 Uhr: Mitglieder versch. Bürgerinitiativen treffen sich am Bahnhof in Nordendorf, um gemeinsam zur Demo nach München zu fahren
München: 11.00 Uhr: Wir holen unsere Mitstreiter aus Nürnberg vom Bahngleis ab und machen uns gemeinsam zum Odeonsplatz auf
München Odeonsplatz, 12.00 Uhr: Die Demo beginnt. Verschiedene Redner zählen ihre Beweggründe auf, warum sie sich gegen TTIP/CETA, aber für einen gerechten Welthandel aussprechen. Viele sind wütend über Regierungsvertreter, die versuchen die Freihandelsabkommen als schmackhaft zu verkaufen. Doch das kommt bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht gut an: Verhandlungen im Geheimen, Absenken von europäischen Standards, Paralleljustizen, Gefährdung von Arbeitsplätzen, vor allem auch in unserer Landwirtschaft, Angriff auf Arbeitnehmerrechte, schlechtere Umweltschutzbestimmungen und das nur um Großkonzernen noch mehr Gewinne zuzuspielen? Trotz strömendem Regen, der gleichzeitigen Eröffnung des Oktoberfestes und eines BayernSpiels, sind über 20000 Menschen zur Demo nach München gekommen. Viele Organisationen wie der BUND, Attac, Campact, Kirchen, Gewerkschaften, politische Vertreter von der Linkspartei, ÖDP, Grüne, Freie Wähler und der BayernSPD - alle zusammen sprechen sich gegen TTIP und CETA aus. Auch die Stromtrassengegner aus Bayern waren vor Ort und forderten endlich mehr Dezentralität, nicht nur bei der Energieversorgung. TTIP und CETA öffnen ausländischem Kohle- und Atomstrom Tür und Tor. Sollte CETA ratifiziert werden, wird es voraussichtlich keine Nachbesserungen mehr geben. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Schnauze voll von Fracking, TTIP, CETA, Stromtrassen und CO. In Deutschland und der Welt gibt es viel wichtigere Dinge, um die man sich kümmern sollte. Jeden Tag sterben tausende von Menschen an Hunger, weil auf ihren Flächen Futterpflanzen für die Industrieländer angebaut werden. In Amerika gibt es Mastbetriebe für Rinder bis zu 25000 Stück. Unsere Umweltverschmutzung nimmt täglich zu. Die Katastrophen häufen sich-wir spüren, daß es so nicht weitergehen kann. Über 250.000 Bürgerinnen und Bürger haben in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Leipzig, München und Stuttgart gegen diese undemokratischen Abkommen demonstriert. Am Montag entscheidet die SPD über ihre Haltung zu CETA und in der folgenden Woche werden in Bratislava die Handelsminister darüber abstimmen. Sagt die SPD "NEIN" zu CETA, so könnte sie zumindest das "JA" der CDU neutralisieren.

Unsere Politik muß endlich auf die Sorgen und Wünsche der Bevölkerung eingehen, schließlich sind sie gewählte Volksvertreter und die nächste Bundestagswahl steht vor der Tür. Jetzt sollte Jeder ganz genau hinschauen, wer welches Wahlprogramm verspricht und wie welcher Politiker bei brisanten Themen abgestimmt hat. Die Masse hat eine große Macht, die sie auch nutzen sollte, um endlich ein Umdenken zum baldigen Handeln zu erreichen.
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