Griff in die Gemeindekasse: Hat der Kämmerer von Fischach mehr als 200.000 Euro veruntreut?

Die Unregelmäßigkeiten in der Gemeindekasse waren bereits Anfang des Jahres aufgefallen: Nun stehen der Kämmerer und seine Frau in Augsburg vor Gericht. (Foto: claudiodivizi-123rf.com/Symbolbild)

Der Kämmerer der Marktgemeinde Fischach steht am Montag vor dem Augsburger Amtsgericht. Ihm wird vorgeworfen, mehr als 200.000 Euro vom Gemeindekonto in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Seine Frau, die ebenfalls angeklagt ist, soll davon gewusst und einen Teil des Geldes für eigene Zwecke ausgegeben haben. Aufgefallen waren die Unregelmäßigkeiten bei einer internen Überprüfung der Marktkasse bereits Anfang des Jahres.

Der 42-Jährige, so wirft es ihm die Anklage vor, habe von 2015 bis 2016 insgesamt 206.000 Euro auf sein eigenes Konto transferiert. Zudem soll er in Einzelfällen auch Barentnahmen aus der Gemeindekasse getätigt haben. Insgesamt entstand der Gemeinde dadurch ein Schaden in Höhe von 236.000 Euro, so die Staatsanwaltschaft. Die Frau des Angeklagten soll insgesamt rund 63.000 Gemeinde-Euro ausgegeben haben.

Der Kämmerer muss sich wegen des Vorwurfs der gewerbsmäßigen Untreue, seine 33-jährige Frau wegen gewerbsmäßiger Geldwäsche vor Gericht verantworten, heißt es in der Pressemitteilung des Amtsgerichts.(hk/pm)
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