Pferdebiss in Motorhaube: Landgericht Augsburg gibt Klägerin Recht

Die Zähne von Pferden können erhebliche Schäden anrichten. Das bekam nun auch die Motorhaube eines SUV zu spüren. Foto: sapocka /123rf.de
Rund 2000 Euro werden fällig für die Bissspuren, die ein Pferd auf einer Motorhaube hinterlassen hat. Das hat die Zivilkammer des Landgerichts nun bestätigt. Die Versicherung muss für den Schaden aufkommen. Als das Pferd in Fischach unvermittelt aus einem Fenster heraus in den Wagen der Klägerin biss, hatte es tiefe Kratzer im Lack verursacht.

Da die Klägerin in der ersten Instanz beim Amtsgericht nur einen Teil der Summe zugesprochen bekam, zog sie weiter vor das Landgericht Augsburg. Dieses gab ihr nun ohne Einschränkungen Recht: Ein Pferdebiss war auf ihrem Parkplatz nicht zu erwarten und sie trägt somit keinerlei Schuld.

Der Parkplatz, der auch als solcher ausgewiesen ist, liegt auf dem Gelände des Reitvereins Fischach, wo die Geschädigte selbst ein Pferd besitzt. Die Frau wollte dort ein Turnier verfolgen, doch noch bevor sie aussteigen konnte, erschien der Kopf des Pferdes durch das Fenster über dem Parkplatz und biss in die Motorhaube.

Mittlerweile ziert ein Zettel mit der Aufschrift "Bitte mit ausreichend Abstand parken!" die Wand unter dem Fenster hinter dem gefährlichen Parkplatz.
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