Bündelung vieler Stärken in den Stauden

Die Stärken der Stauden bündeln und optimieren: Das ist das Ziel der Regionalentwicklung Stauden seit nunmehr 20 Jahren. Foto: Walter Kleber


Grund zum Feiern hat heuer die Regionalentwicklung Stauden (RES): vor 20 Jahren schlossen sich 15 Gemeinden im Drei-Landkreis-Eck Augsburg-Günzburg-Unterallgäu zu einer schlagkräftigen Allianz zusammen, um fortan ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Stärken auf vielen Aktionsfeldern - vom Nahverkehr bis zum Tourismus und von der Direktvermarktung bis hin zu kulturellen Angeboten - zu bündeln und zu optimieren. Zwei Jahrzehnte später sind von den Gründungsmitgliedern noch zwölf Gemeinden bei der Stange. Mitglieder der RES sind auch Organisationen sowie engagierte Privatpersonen.

Bei der Mitgliederversammlung im Rathaus Fischach zogen Vorsitzender Peter Ziegelmeier, der Bürgermeister von Fischach, und RES-Geschäftsführerin Renate Meier jetzt Bilanz über das zurück liegende Geschäftsjahr 2015.

Zum Jubiläum 20 Jahre Regionalentwicklung Stauden, die 1996 auf Betreiben des damaligen schwäbischen Bezirkstagspräsidenten Dr. Georg Simnacher unter dem Slogan "Die Stauden im Aufwind" gestartet war, soll es kein eigenes Fest geben. Peter Ziegelmeier: "Attraktive Feste gibt es in unseren Gemeinden schon zu Genüge, da wollen wir den rührigen Vereinen keine Konkurrenz machen." Stattdessen werden die bisherigen erfolgreichen Projekte in einer ansprechend aufgemachten Jubiläumsbroschüre vorgestellt, die im Herbst kostenlos an alle Haushalte im RES-Gebiet verteilt wird. In den zurück liegenden zwei Jahrzehnten, so der Vorsitzende, sei für die Stauden vieles erreicht und auf den Weg gebracht worden, auf das die Initiatoren in den Arbeitskreisen und Projektgruppen zu Recht stolz sein könnten. Ganz oben auf der Liste steht mit dem Naturfreibad Fischach ein "Leuchtturmprojekt", das auch Besucher von außerhalb der Stauden in Scharen anlockt. Aber auch mit dem - mittlerweile schon dreimal verliehenen - Kulturpreis "Staudenähre, mit dem Kampf um die Reaktivierung der Staudenbahn, mit der professionellen Vermarktung von Obstsäften aus Streuobstbeständen, mit der Herausgabe des Staudenbuches und mit zahlreichen weiteren Projekten haben die Stauden in der Vergangenheit gepunktet.

Ziegelmeier appellierte an die Mitgliedsgemeinden, dem RES-Vorstand auch weiterhin zukunftsweisende Projekte zu melden, die aus der (inzwischen wieder gut gefüllten) Kasse gefördert werden könnten. Die RES hat ihre Eigenständigkeit behalten (und verteidigt), auch wenn die ihr angehörenden Staudengemeinden im Jahr 2008 in der inzwischen auf fast den gesamten Landkreis ausgedehnten größeren Leader-Förderregion Regionalentwicklung Augsburg Land West (ReAL West) aufgegangen sind. Förderanträge, die der RES unterbreitet werden, müssen seither von ReAL West bearbeitet werden. Dass sich dadurch bisweilen auch Verzögerungen ergeben können, machte Ziegelmeier am Beispiel der geplanten E-Bike-Ladestationen deutlich. War doch bereits bei der Mitgliederversammlung 2015 beschlossen worden, jede interessierte RES-Mitgliedsgemeinde bis zum Start der Fahrradsaison im Frühjahr 2016 kostenlos mit einer solchen Ladestation auszustatten. "Abstimmungsprobleme und Kompetenzwirrwar brachten es mit sich, dass die sieben bestellten Ladestationen vermutlich erst jetzt, im Spätsommer, ans Netz gehen können", klagt der RES-Vorsitzende.

Einen eigenen Beitrag zum 20-jährigen Bestehen der RES bereitet der Arbeitskreis Verkehr vor: Am 17. und 18. September gibt es im renovierten Staudenbahnhof Reichertshofen eine interessante Ausstellung über die Aktionen und Projekte zum Thema Nahverkehr in den Stauden.

Ein Geschenk zum runden Geburtstag haben sich die RES-Verantwortlichen bereits selbst gemacht: Vor wenigen Tagen wurde die völlig überarbeitete und neu konzipierte Internet-Homepage www.diestauden.eu frei geschaltet. (wkl)
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