14-Jähriger handelt mit Tabletten und Marihuana an einer Mittelschule im Dienstbereich der Polizei Friedberg - Auch die Eltern konsumierten

Ein 14-Jähriger verkaufte Marihuana an einer Mittelschule. Da die Friedberger Polizei vermutete, dass auch die Eltern die Droge konsumieren, führte sie am Donnerstagmorgen eine Durchsuchung des Hauses durch. (Foto: Christoph Maschke)

Die Friedberger Polizei hat am Donnerstagmorgen ein Wohnhaus mit einem Rauschgift-Suchhund durchsucht und insgesamt zehn Gramm Marihuana beschlagnahmt.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde durch die Anzeige der Schulleitung einer Mittelschule im Dienstbereich der Polizei Friedberg bekannt, dass dort ein 14-jähriger Schüler verschreibungspflichtige Tabletten an Mitschüler verteilte. Eine sofortige Durchsuchung des Zimmers im Elternhaus des Jungen brachte weitere verschreibungspflichtige Tabletten und eine geringe Menge Marihuana zutage. Wie die Polizei berichtet, verkaufte der 14-Jährige auch an drei weitere Jugendliche Marihuana, die ebenso bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden.
Die weiteren Ermittlungen erhärteten nun den Verdacht, dass auch die Eltern des Schülers der Droge verfallen sind. Deswegen fand am Donnerstagmorgen die richterlich angeordnete Durchsuchung des Wohnhauses mit mehreren Polizeibeamten und einem Rauschgift-Suchhund statt. Die Verdächtigen händigten die Betäubungsmittel teilweise freiwillig aus, der Polizeihund fand mit seiner guten Nase aber auch noch diverse Konsum- und Aufbewahrungsgegenstände mit Marihuana. Insgesamt konnten die Beamten rund zehn Gramm beschlagnahmen.
Nun erwartet jedes Familienmitglied ein Strafverfahren wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz. (pm)
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