23-Jähriger aus Oberbernbach lässt im Polizeibüro die Hosen runter

Ärger gab es in der Polizeiinspektion in Aichach. Dort ließ ein offenbar Betrunkener die Hosen runter und wollte ein Büro als Toilette benutzen. (Foto: Christoph Maschke / Symbolbild)

Ein 23-Jähriger hat sich in der Nacht auf Samstag gehörigen Ärger mit der Polizei eingehandelt. Dabei wäre nichts passiert, hätte der junge Mann nur die Geduld bewahrt.

Weil die die Freiwillige Feuerwehr Aichach im Oberbernbacher Weg am Samstag, gegen 0.30 Uhr, eine Ölspur beseitigte, fuhr ein 29-jähriger Autofahrer aus Kühbach, da die rechte Fahrspur nicht benutzbar war, diesen Streckenteil in Richtung Oberbernbach besonders vorsichtig und langsam.

Ein anderer Pkw-Fahrer fuhr dicht auf und drängelte. Auf Höhe der Aichacher Zeitung überholte er den vorausfahrenden und zeigte ihm den Mittelfinger.

Der Überholte fuhr nun dem „Beleidiger“ hinterher und blendete auf. Dies veranlasste den vorausfahrenden in einem Hof in Oberbernbach zu wenden.

Im Begegnungsverkehr hielten beide an. Durch die geöffnete Fahrerseitenscheibe sprach der „Beleidigte“ den anderen Autofahrer an, was dessen Verhalten denn solle.

Daraufhin spuckte ihm der andere Fahrer ins Gesicht.

Trotz dieses Vorfalles wollte der angespuckte Kühbacher Autofahrer nach Hause fahren, entschloss sich aber dann anders, als er bemerkte, dass er erneut vom anderen Verkehrsteilnehmer verfolgt wurde, und deshalb nicht wollte, dass seine Wohnadresse bekannt werden könnte.

Er wendete, fuhr Richtung Polizeiinspektion und parkte dort davor.
Der Oberbernbacher folgte ihm, und stellte sein Fahrzeug gegenüber ab, stieg aus und klopfte an die Pkw-Scheiben. Der Mann aus Kühbach hatte vorsorglich sein Fahrzeug verriegelt und bat telefonisch bei der Inspektion um Hilfe.

Ein Beamter bat beide Personen zur Klärung des Sachverhaltes auf die Dienststelle.

Der 23-jährige Oberbernbacher Autofahrer forderte lauthals die Personalien des Kühbachers ein, wobei bei ihm starker Alkoholgeruch festgestellt wurde.
Die erst vorhandene Zustimmung zu einem freiwilligen Alkoholtest zog er zurück.

Da mit dem Oberbernbacher Autofahrer kein vernünftiges Gespräch mehr möglich war, und er zudem immer lauter herumschrie, wurde er vom Geschädigten im Wach- raum getrennt, und in ein Büro gebracht.

Dort musste er mit unmittelbarem Zwang zum Sitzen gebracht werden. "Kurze Zeit später stand er jedoch wieder auf, ließ seine Hosen herunter, und wollte wohl absichtlich seinen Darm auf den Büroboden entleeren", wie die Polizei berichtet.

Auch zur Verhinderung weiterer Sicherheitsstörungen musste der junge Mann gefesselt werden.

Im Krankenhaus Aichach wurde wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr die angeordnete Blutentnahme durchgeführt. Anschließend konnte der junge Mann gegen 3.05 Uhr von seinem Vater in Empfang und mit nach Hause genommen werden.

Gegen den 23-Jährigen aus Oberbernbach wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Beleidigung, vorsätzliche Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet, was auch den Entzug seiner Fahrerlaubnis bedeuten wird.

Was außer Alkohol das auffällige Verhalten des jungen Mannes hervorgerufen hat, ist noch nicht offenkundig.
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