Bundesfreiwillige beim BRK: Gutes tun und dabei selbst profitieren!

Regina Horrer, Marius Wölzmüller, Johannes Mühlberger und Nico Detter aus Friedberg, Nina Jung aus Ried sowie der Augsburger Tobias Stredak haben den Bundesfreiwilligendienst auf der Rettungswache des Roten Kreuzes in Friedberg absolviert.
Als Bufdi im Rettungsdienst ist man täglich aufs Neue gefordert, kein Einsatz gleicht dem anderen. Regina Horrer versucht dennoch, einen typischen Einsatztag zu beschreiben: „Ich bin in Wechseldienstschicht im Krankentransport oder als Fahrer auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) tätig. Eine Frühschicht als NEF-Fahrer beginnt um 6.00 Uhr, man sollte allerdings schon um 5.30 Uhr da sein, damit die Kollegen von der vorherigen Schicht nicht kurz vor Dienstende noch mal ausrücken müssen. Nachdem ich mich umgezogen habe, bekomme ich das Fahrzeug übergeben und überprüfe erst mal alle Medikamente und medizinischen Geräte, die wir dabei haben. Bei einem Alarm fahre ich den Notarzt mit Blaulicht zum Einsatzort und sichere gegebenenfalls mit unserem Auto die Unfallstelle ab. Vor Ort betreue ich zum Beispiel unverletzte, aber aufgeregte Angehörige oder arbeite dem Notarzt bzw. den Kollegen zu. Außerdem muss ich alles dokumentieren. Wenn der Rettungswagen mit dem Patienten ins Krankenhaus fährt, informiere ich die Kollegen in der Notaufnahme schon mal telefonisch vorab und lasse eine Patientenakte anlegen. Ist der Notarzt im Rettungswagen mitgefahren, hole ich ihn vom Krankenhaus ab, ansonsten geht es gleich gemeinsam wieder zur Rettungswache oder zu einem neuen Einsatz.“ Für eine Tätigkeit im Rettungsdienst muss man bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Eine Herausforderung, die die jungen Leute mit Bravour gemeistert haben. Robert Lang, stellvertretender Leiter Rettungsdienst, schätzt die scheidenden Freiwilligen sehr: „Sie haben beeindruckendes Engagement gezeigt und werden uns sehr fehlen. Ich hoffe, dass wir möglichst bald ebenso engagierte und motivierte Nachfolger finden!“
Die Freiwilligen haben sich während ihres Dienstes zum Rettungssanitäter qualifiziert. So haben sie nicht nur Gutes getan, sondern auch selbst davon profitiert. Die Bufdis haben praktische Erfahrungen im Rettungsdienst gesammelt und fundiertes Wissen erworben. Tobias Stredak hat über sein Engagement den Berufseinstieg gefunden, er wurde als hautpamtlicher Rettungssanitäter übernommen. Und auch für Regina Horrer hat der Freiwilligendienst Weichen gestellt: Sie beginnt im Herbst ein Medizinstudium.
Die Ausbildung zum Rettungsssanitäter umfasst 520 Stunden und besteht aus einem vierwöchigen Fachlehrgang („Rettungsdiensthelfer“), je vier Wochen Klinik- und Rettungswachenpraktikum und einem einwöchigen Abschlusslehrgang. Bundesfreiwillige im Rettungsdienst müssen 18 Jahre alt sein und mindestens ein Jahr Fahrpraxis haben.
Wer sich selbst im Bundesfreiwilligendienst engagieren möchte, erfährt Näheres bei Barbara Schreiber, unter Telefon 0821 / 2 60 76-27 oder per E-Mail schreiber@kvaichach-friedberg.brk.de.
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