Fakeshops: Onlineshops für betrügerische Zwecke

Mehrere Leute sind in den letzten Wochen den Fakeshops zum Opfer gefallen. Die Schadenssummen bewegen sich zwischen 200 und 1000 Euro. (Foto: 123rf.de)

In den vergangenen Wochen kam es bei der Polizeiinspektion Friedberg fast täglich zu Anzeigen bezüglich sogenannter Fakeshops. 

Bei Fakeshops handelt es sich um Verkaufsplattformen und Webseiten im Internet, die nur für betrügerische Zwecke angelegt werden. Die Schadenssummen bewegen sich bei den einzelnen Opfern zwischen 200 und 1.000 Euro, die Angebotspalette reicht von Fahrradanhänger über Smartphones und Drucker bis hin zu Waschmaschinen.

Die betrügerischen Seiten sind rein optisch nicht mehr von seriösen Onlineshops zu unterscheiden. In einigen Fällen sind sie daran zu erkennen, dass Links in der Seite nicht funktionieren. Die angegebenen Preise sind zwar meist günstig, aber nicht zwingend auffällig. Letztendlich haben aber alle gemeinsam, dass eine Zahlung nur per Vorauskasse mit Überweisung möglich ist, auch wenn auf den Startseiten weitere Zahlungsmethoden angeboten werden, die aber nicht funktionieren. Meist sind die Shops noch nicht lange online. Man darf sich auch von aktuellen positiven Beurteilungen nicht täuschen lassen, da die Betrüger mittlerweile sogar darauf übergegangen sind, kurze Zeit tatsächlich Waren zu verkaufen, um das entsprechende Vertrauen zu erwecken. In aktuellen Fällen waren die Fakeshops sogar telefonisch zu erreichen.

Oftmals hätten die Geschädigten aber mit einer kurzen Internetrecherche zu dem Verkäufer den Betrug vermeiden können, da zum Zeitpunkt des Kaufes bereits meist Warnmeldungen im Netz vorhanden waren.

Laut den Informationen der Polizeiinspektion Friedberg werden von den Betrügern mittlerweile fast ausschließlich deutsche Bankkonten genutzt und jedermann muss sich dessen bewusst sein, dass eine getätigte Überweisung auch von der Bank nicht mehr zurückgeholt werden kann.
Deshalb gilt im Zweifelsfalle: Lieber einen Euro mehr ausgeben und bei einem renommierten Händler bestellen oder nach dem Motto „Lass den Klick in Deiner Stadt“ bei ortsansässigen Händlern einkaufen.(pm)
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