Loch im Eis löst Tauchereinsatz am Friedberger Baggersee aus

Dieses Loch im Eis sowie die Rettungsleiter daneben, lösten am Friedberger Baggersee einen Tauchereinsatz aus. (Foto: Polizei Friedberg)

Am Friedberger Baggersee sorgt am Mittwoch ein Loch im Eis für Aufregung. Ist ein Mensch eingebrochen? Ein Taucher wird eingesetzt, findet jedoch niemanden unter der Eisschicht. Die Polizei geht nun von einem schlechten Scherz aus.



Als am Mittwochvormittag Mitarbeiter des Bauhofes Friedberg die Rettungsmittel rund um den Friedberger See kontrollierten, stellten sie am Nordufer nahe des Kioskes fest, dass am Ende des Steges ein großes V-förmiges Loch im Eis war. In der Verlängerung des Loches lag eine der Rettungsleitern auf dem Eis.

"Zunächst lag der Verdacht nahe, dass eine Person in das Eis eingebrochen sein könnte, jedoch war das Eis bereits wieder leicht zugefroren, geschätzt ein bis zwei Tage alt", beschreibt die Friedberger Polizei in ihrem Pressebericht. Da es am Montag noch geschneit hat, lag frischer Schnee auf dem Eis. Rund um den Steg als auch am Ufer, bei der Leiter und dem Loch fanden die Einsatzkräfte lediglich Spuren von Tieren. Allerdings keine Schuhabdrücke oder Schleifspuren, die darauf schließen ließen, dass sich eine Person aus dem Wasser gerettet hat oder gerettet wurde.

"Sämtliche Nachfragen bei den Rettungsdiensten, Wasserwacht, DLRG und Tauchvereinen nach einer möglicherweise durchgeführten Übung brachten auch keinen Erfolg", heißt es weiter. Deshalb, so die Polizei, habe die Vermutung nahegelegen, "dass eine oder mehrere Personen mit der Rettungsleiter versucht hatten, das Eis einzuschlagen und dann die Leiter auf das Eis geworfen haben".

Die Wasserwacht Friedberg entschloss sich dennoch dazu, einen Taucher eizusetzen, da es sich eventuell doch um eine Einbruchstelle in das Eis handeln konnte. "Bei guter Sicht unter Wasser wurde rund 50 Meter um das Loch alles erfolgslos abgesucht", lautet die Bilanz.

Die Mitarbeiter vom Bauhof holten schließlich die Leiter wieder an Land.
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