Mann springt kurz vor 120 Stundenkilometer schnellem Zug über Gleise - ein anderer klatscht Beifall

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu den beiden Männern machen können, die über die Gleise rannten. (Foto: Bastian Kienitz 123rf.de)
Zu einer Schnellbremsung gezwungen haben am Dienstagmittag zwei Männer auf der Strecke von Augsburg nach Ingolstadt den Triebwagenführer einer Regionalbahn - sie waren auf den Gleisen unterwegs. Gerade noch rechtzeitig konnte der Bahnmitarbeiter seinen 120 Stundenkilometer schnellen Zug stoppen.

Die Notfallleitstelle der Bahn informierte kurz vor elf Uhr die Ingolstädter Bundespolizei über Personen im Gleis am Bahnübergang Schneitbacher Weg in Aichach. Sofort fuhr eine Streife den Einsatzort an. Der Lokführer berichtete der eingetroffenen Streife, dass er die Strecke mit 120 Stundenkilometer befahren habe. Kurz vor der Durchfahrt des geschlossenen Bahnüberganges habe er Personen in unmittelbarer Gleisnähe bemerkt. Daraufhin leitete er sofort eine Schnellbremsung ein und gab einen Achtungspfiff ab.

Beides ignorierte ein junger Mann und überquerte den geschlossenen Übergang nur Augenblicke vor dem noch fahrenden Zug. Als die Regionalbahn dann wenige Meter vor dem Bahnübergang zu stehen kam, ging ein zweiter Mann, der Situation Beifall klatschend, über den Bahnübergang.

Die Bundespolizei hat Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen Unbekannt eingeleitet. Sollten Zeugen Auskunft über die leichtsinnigen Männer geben können, bittet die Polizei diese, sich unter der Telefonnummer 0841-99331860 zu melden.
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