Nach Brand in Western City in Dasing: Geschäftsleiter spricht von „Horrorszenario"

167 Rettungskräfte waren am frühen Freitagmorgen in der Dasinger Western-City im Einsatz. (Foto: Jürgen Mika)
 
Dieser Pferdestall in der Dasinger Western City stand am Freitagmorgen in Flammen. Tiere kamen nicht zu Schaden. Eine Frau kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Um 5.30 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert, gegen 8 Uhr war das Feuer gelöscht. Foto: Ines Speck
Für Western-City-Geschäftsleiter Volker Waschk ist der Brand ein „Alptraum“, ein „Horrorszenario“ sei in seinem Kopf abgelaufen, als ihn die Nachricht per Telefon erreichte. Am Freitagmorgen ging ein Pferdestall in der Western City in Flammen auf. Das große Gebäude, in dem Reithalle, Stall, Strohlager, Futter, Sattelkammer sowie eine Wohnung und mehrere Zimmer untergebracht sind, „stand in Vollbrand“, wie sich Feuerwehr-Einsatzleiter Christian Happach danach ausdrückte. Eine verletzte Person wurde ins Friedberger Krankenhaus gebracht. Ansonsten kamen keine Menschen und Tiere zu Schaden.

167 Rettungskräfte der umliegenden Feuerwehren, von Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz. Um 5.30 Uhr waren sie alarmiert worden, um 8 Uhr konnten sie melden: „Feuer aus.“ Bemerkt hatte den Brand eine Mitarbeiterin und Bewohnerin der Western City.

Eine Frau wurde mit „kritischen Werten“ zur Überwachung ins Friedberger Krankenhaus gebracht; sie hatte zu viel Rauchgas eingeatmet.

Zur Brandursache lagen noch keine Erkenntnisse vor. „Als wir hier eintrafen, stand das Gebäude in Vollbrand“, schilderte Einsatzleiter Happach. Zwei Förderleitungen von der Paar aus wurden aufgebaut, so der Kreisbrandinspektor weiter. Der Brand wurde von außen mit Hilfe der Drehleitern aus Aichach und Friedberg, von innen von Atemschutzträgern bekämpft. Nachdem die Flammen gegen 8 Uhr gelöscht waren, standen noch Nachlöscharbeiten an. Gerade Heu und Stroh, das in dem Gebäude gelagert wurde, könne sehr lange nachglühen, erklärte der Einsatzleiter. „Die Kriminalpolizei wird entsprechende Ermittlungen anstellen“, kündigte Happach an.

Gegen Mittag hieß es dann aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord, der Schaden werde sich im sechsstelligen Euro-Bereich bewegen.
„Das ist der worst case für jeden Stall“, sagte Waschk. Nachdem der Brand gelöscht war, konnte er aber aufatmen: „Menschen und Tieren geht es gut.“ Alle 23 Pferde standen zu dem Zeitpunkt schon knabbernd auf der Weide. „Die Einsatzkräfte haben eine tolle Arbeit geleistet“, so Waschk. Sie konnten verhindern, dass das Feuer auf die Reithalle übergriff. Ein Raub der Flammen wurden aber das Lager und der Stall.
Bereits wenige Stunden nach dem Brand war sichergestellt, dass alle Pferde ab dem Nachmittag einen guten Platz hatten – in Nebenställen, Anbauställen und beim Nachbarn. Der bot auch sofort seine Hilfe an, sollte die Western City Futter oder Heu brauchen, erzählte Waschk froh.

Viel Zeit, den „Schock“ zu überwinden, hatte der Geschäftsleiter am Freitag nicht. Er meinte: „Wir müssen jetzt erst einmal schauen, was haben wir überhaupt noch? Wie viele Sättel sind zerstört? Was ist an Reitmaterial noch da?“ Dann müssten diejenigen kontaktiert werden, die ihre Pferde in der Western City untergestellt haben, den Reitschülern müsse der Unterrichtsausfall mitgeteilt werden, mit der Versicherung wird man sich auseinandersetzen müssen, zählt Waschk seine nächsten Schritte auf. Sicher ist: Die Weihnachtsfeier am Samstag, 3. Dezember, „Country meets Christmas“ wird wie geplant stattfinden.

Auf den Brand im September 2013 angesprochen, meinte Waschk nur: „Das war in einem ganz anderen Teil des Parks.“

(von Ines Speck)
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