Nach Schändung an Stute: Verdächtiger gefasst

Einen Schritt weiter ist die Polizei im Fall der Stute, die vor circa zwei Wochen in einem Stall zwischen Derching und Wulfertshausen einem Tierschänder zum Opfer fiel. Die Überwachungskamera lieferte Beweise.

Wie berichtet, hatte sich der Mann vor eingen Tagen nachts Zutritt zu dem Stall verschafft und die Stute geschändet. Dabei befriedigte er sich selbst. Entdeckt wurde die Tat, weil der Pferdebesitzer eine Überwachungskamera installiert hatte und die Filme auswertete. Er erstattete Anzeige.

Je nach Schwere des Delikts muss ein Tierschänder mit bis zu 25 000 Euro Strafe rechnen. Das Pferd in Derching überstand den Überfall ohne schlimmere Folgen. Laut Max Baumann, dem Chef der Polizei Friedberg, ist nach der Auswertung des Videomaterials inzwischen ein Verdächtiger gefunden worden. Er werde verhört.

Immer wieder kommt es zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, auch im Landkreis Aichach-Friedberg. 2012 trieb ein Täter sein Unwesen in Eisingersdorf. Ziel seines nächtlichen Unwesens war ein Wallach, der auf einer Koppel an der St.-Ulrich-Straße stand. Er fügte dem Pferd eine etwa 20 Zentimeter lange und fünf Zentimeter tiefe Schnittwunde zu. Es musste operiert werden. Vor etwa zehn Jahren verging sich ein Unbekannter an einem Pferd in Mering. Er wurde nie erwischt. Um die Jahrtausendwende ertappte die Tochter eines Gestütsbesitzers in Stätzling nachts in der Box einer Stute einen Mann mit herunter gelassener Hose. Weil er einen verwirrten Eindruck machte, sah man von einer Anzeige ab, legte sich aber Wachhunde zu, die seitdem nachts frei laufen.

Ähnlich wird es in vielen Ställen gehandhabt: Zur Sicherheit der Pferde laufen Kameras, große Hunde gibt es ohnehin dort, wo Pferde sind, meistens.

2014 wurde in Augsburg ein 54 Jahre alter Sodomist verurteilt, der eine trächtige Ziege missbraucht hatte. Er musste in Therapie und 1000 Euro Strafe zahlen.
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