16000 Besucher beim Elfenfestival

Aichach: Schloss Blumenthal |

Gegensätzlicher hätte das zehnte Elfenfestival in Blumenthal nicht sein können: Auf der einen Seite die Ruhe des Waldes um das Schloss herum, wo sich Elfen, Trolle, Zwerge und fabelhafte Wesen fast in Zeitlupe bewegen, andächtig sprechen und den Zyklus des Lebens nachspielen. Nur wenige Meter weiter, im Schlosshof, schlendern die Massen durch die Verkaufsstände, wo es Kunsthandwerk, Schmuck, Bilder, Steine, aber auch Essen und Trinken gibt.

"Überdimensionales" zehntes Elfenfestival

„Es ist überdimensional heuer“, sagt ein Verkäufer von Schusterbäck, bei dem es Ofenfleckerl, Chilli und anderes Essen gibt. „So voll war es noch nie“, pflichtet ihm sein Kollege im Sonntagmittagstress bei. Auch Hauptorganisatorin Julia Baus, die in einem grünen Elfenkostüm herumspaziert, äußert sich klar und deutlich: „Es ist zu viel los für meinen Geschmack.“ Sie schätzt, dass von Freitag bis Sonntag um die 16 000 Menschen nach Blumenthal gekommen sind. „Es soll aber elfig bleiben, wir wollen kein zweites Tollwood werden“, wünscht sich die Blumenthalerin, die keine Anhängerin von „schneller, weiter, höher“ ist.

Elfen, Einhörner und Zwerge auf dem Elfenpfad: "In jedem Ende steckt ein Anfang"

Der Elfenpfad fällt eher nach ihrem Geschmack aus. Hinter dem Hoteleingang, außerhalb des Schlossparks, wo sich die meisten Besucher aufhalten, herrscht Ruhe, wie wenn viele Kilometer zwischen Pfad und Innenhof lägen. Hier führt ein fabelhaftes Wesen die Interessierten über einen Pfad durch den Wald. An mehreren Stationen schauen kleine Elfchen, ein Einhorn und Zwerge durch die Büsche und geben Töne von sich, die an die Kinotrilogie „Herr der Ringe“ erinnern.
Als Höhepunkt des etwa halbstündigen Spaziergangs hängt eine Elfe in fünf Metern Höhe an einem Baum und schaukelt langsam hin und her. Der Elfenpfad soll die Wandlung aufzeigen – Geburt, Leben und Sterben. „In jedem Ende steckt ein Anfang“, gibt eines der Wesen den „normalen“ Menschen am Ende mit auf den Weg, bevor sie wieder in den Massen verschwinden.

Hohe Besucherzahlen sorgen für lange Schlangen: Polizei muss Verkehr regeln

Ob die Lehrpfadteilnehmer die Ruhe lange genießen konnten, ist fraglich, denn sowohl an den Essensständen als auch auf dem Nachhauseweg war Geduld gefragt. Lange Schlangen hier und da. Ab kurz vor 14 Uhr waren am Sonntag sogar zwei Streifen der Aichacher Polizei im Einsatz. Die Beamten regelten den Verkehr bei der Ein- und Ausfahrt zum Blumenthaler Parkplatz. „Es ist ein Nadelöhr“, sagte ein Polizist auf Nachfrage der StadtZeitung. Zeitweise wurden die Autofahrer, die nach Aichach wollten, über Sielenbach umgeleitet. (Von Tanja Maršal, Fotos: Holger Pupke)
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