Bis in den Morgen

Stolz auf die Pokale ihrer erfolgreichen Formationen ist Tanzlehrerin Stefanie Brackmann. Foto: Stöbich

Peter Stöbich

"Tanze mit mir in den Morgen!", forderte Schlagersänger Gerhard Wendland einst seine zahlreichen Anhängerinnen auf. Das war noch, bevor die Beatles von Hamburg aus ihre Weltkarriere starteten.

"Musik begleitet die Menschen schon seit einem Jahrhundert durchs Leben, vom Grammophon bis zum Smartphone", sagt die 42-Jährige, die selbst begeisterte Tänzerin und Musikerin ist. Was für die einen nur sportliches Hobby ist, bedeutet für die Tanzlehrerin ihre große Leidenschaft und wahre Berufung: Seit Herbst 2006 betreibt sie ihr Studio in einer ehemaligen Werkstatt im Gewerbegebiet an der Thomas-Dölle-Straße.

Zunächst hatte sie ihr beruflicher Werdegang jedoch zur Fima Segmüller geführt: "Dort habe ich nach der Fachoberschule ab 1992 eine Ausbildung zur Schauwerbe-Gestalterin gemacht." Anschließend studierte sie in Rosenheim Innenarchitektur und trainierte nebenbei für eine Karriere im Amateur-Tanzsport: von der Stadtmeisterin in der rhythmischen Sportgymnastik über den Aufstieg in die höchste internationale Amateurklasse bei den lateinamerikanischen Tänzen bis zur Finalistin 1998 bei der Deutschen Meisterschaft. Schon lange, bevor Fernsehsendungen wie "Let's Dance" das Interesse einer breiten Öffentlichkeit am Tanzen weckten, baute Brackmann beim TSV Friedberg eine Tanzabteilung auf. Beim Carnevalsclub ORCC hatte sie viele Jahre lang die Gardemädchen, Piccolinos und Herren für ihre Vorführungen im Fasching trainiert, beim Familientag im Rahmen der Friedberger Festwoche organisierte sie einen Flashmob (Menschenauflauf) am Marienplatz.

Zum aktiven Musizieren - sie hat Keyboard, Orgel und Querflöte gelernt - lässt ihr das eigene Studio nicht mehr genügend Zeit, denn auch in diesem Beruf ist ständige Weiterbildung notwendig. Außerdem arbeitet sie gelegentlich mit einer Hundetrainerin zusammen. "Das sogenannte Dogdancing ist eine Hundesportart, die ihren Ursprung in den USA hat", berichtet Brackmann.

Das Ganze stellt hohe Anforderungen an die Hunde und ihre Besitzer und beinhaltet zum Beispiel Kunststücke wie Bein-slalom, Rückwärtsgehen, Drehungen, Pfotenarbeit, Sprünge über oder durch die Arme des Hundeführers. Der Hund wird dabei durch Körpersignale und verbale Kommandos gelenkt.
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