Christen und Muslime wollen in Friedberg wieder gemeinsam feiern

Gemeinsam feiern wollen Muslime und Christen in Friedberg. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Auch im kommenden Jahr soll es in Friedberg wieder ein internationales Freundschaftsfest geben. Das kündigten Bürgermeister Roland Eichmann und die Asyl- und Integrationsbeauftragte Ulrike Pröller in der jüngsten Sitzung des Integrationsbeirats an. Bisher hatte man dieses Fest nur sporadisch gefeiert; nach dem Erfolg vor einigen Monaten wollen die Organisatoren daraus nun eine regelmäßige Veranstaltung machen. Dieser Plan kam bei den Mitgliedern des Beirats gut an. Eichmann stellte fest: „Wir wollen nicht nur zu besonderen Anlässen miteinander feiern, sondern jedes Jahr. Ich finde es schön, dass wir das schaffen.“
Ziel der Veranstaltung ist es, die Religionen und Kulturen einander näher zu bringen. Für dieses Ziel tun sich die beiden christlichen Kirchen, die türkisch-islamische Gemeinde Ditib, der türkische Bildungs-, Integrations- und Kulturverein und die Stadt Friedberg zusammen. Heuer waren rund 200 Besucher in den Hof der Mittelschule gekommen, wo es unter anderem Workshops für Kinder und Erwachsene, Tanzauftritte und ein internationales Buffet gab.
Kommendes Jahr soll im Juli die Stefanstraße in Friedberg-Süd zum Symbol werden. Sie wird zwischen der Fatih-Camii-Moschee und der Kirche St. Stefan für das internationale Fest gesperrt. „Unsere Straße soll Modell für die ganze Welt sein“, sagte im Ausschuss erklärt Tahsin Coskun, der Vorsitzende des Trägervereins der Moschee. Künftig will man jedes Jahr woanders feiern, als Gastgebers soll immer eine andere Religionsgemeinschaft fungieren.
Den Auftakt machen die Muslime der Fatih-Camii-Moschee. Für die türkisch-muslimische Gemeinde ist die Veranstaltung der Schlusspunkt einer Woche voller Feiern: Von Sonntag, 25. Juli, bis Dienstag, 27. Juli, feiern die Gläubigen das Ende des Fastenmonats Ramadan.
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