Das Busnetz wird ausgebaut

Mehr Busverbindungen soll es ab 2020 geben. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Neues Konzept umfasst 445.000 Fahrplankilometer

Peter Stöbich
Friedberg. Über das „Buskonzept 2020“ gab es in der jüngsten Stadtratssitzung eine lebhafte Diskussion. Alle Mitglieder waren sich einig, dass Friedberg zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auch Geld in die Hand solle. Mit 445.000 Fahrplankilometern wird das neue Linienkonzept gegenüber dem alten wesentlich ausgebaut.
Deshalb sprach Thomas Kleist (CSU) von einem Quantensprung, der für die Bürger eine starke Aufwertung bedeute. Weil die neuen Linien nicht im aktuellen Nahverkehrsplan für die Region enthalten sind, müssen Landkreis und Stadt die Kosten von rund 600.000 Euro selber tragen. Marion Brülls (Grüne) sagte, das Konzept könne künftig mehr Bürger dazu bewegen, dass sie vom Auto auf den Bus umsteigen. Jedoch werden die Endhaltestellen Friedberg-Ost und Grundschule-Süd nicht mehr so häufig bedient wie derzeit.
Der Friedberger Bahnhof wird weiterhin von allen Bussen angefahren und bleibt damit ein zentraler Umsteigepunkt unter den Linien und zum Regionalzug. In der Debatte bezeichnete es Bürgermeister Roland Eichmann als grenzwertig, dass Friedberg für die Verbesserungen viel Geld zahlen müsse, denn der ÖPNV sei eine Angelegenheit des Landkreises.
Das neue Konzept kann voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 in Kraft treten. Es beruht auf drei Buslinien, die die bisherigen AVV-Linien 200, 201 und 202 ablösen. Linie 1 ähnelt der bestehenden Linie 200. Sie führt vom Park & Ride-Platz in Friedberg-West über den Marienplatz, die Garage Ost, den Bahnhof, Friedberg-Süd und die Stadthalle nach Friedberg-Ost. Sie soll montags bis samstags von 5 bis 0.30 Uhr im 30-Minuten-Takt, an Sonn- und Feiertagen im 60-Minuten-Takt verkehren.
Die Linie 2 startet ebenfalls am Park & Ride-Platz und fährt über den Marienplatz und die Garage Ost zum Bahnhof. Von dort geht es über die Wiffertshauser Straß, die Pater-Franz-Reinisch-Straße und die Herrgottsruhstraße wieder zum Bahnhof und über den Marienplatz zum Ausgangspunkt. An Wochentagen ist ebenfalls ein 30-Minuten-Takt und am Sonn- und Feiertagen ein 60-Minuten-Takt vorgesehen.
Linie 3 soll erstmals eine direkte Verbindung von der nördlichen Stadtteilen zur Innenstadt hergestellt. Der Kurs verläuft von Derching über Haberskirch, Stätzling und Wulfertshausen nach Friedberg-Ost. Dann geht es über die Stadthalle zum Bahnhof, zur Straße am Holzgarten, zur Marquardtstraße und über die Luitpold- und Afrastraße zum Park&Ride-Platz. Auf der selben Strecke fährt der Bus dann retour in den Norden.
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