Der freche Esel und die Gauner

Die Gauner Heini und Fritzl schmieden unterwegs ihre Pläne. Foto: oh

Seit drei Wochen probt das Team der Volksbühne für das neue Bühnenstück „Des Kaisers neue Kleider“. 15 Marionetten wirken beim neuen Theaterspiel mit.

Zweimal in der Woche proben die Puppenspieler für das neue Marionettenstück „Des Kaisers neue Kleider“. Eine zusätzliche Spielerin ist auch gefunden und das Team probt gerade die dritte von insgesamt sieben Szenen. Xiavonne Schenk-Maris, die seit 17 Jahren in Deutschland lebt und dem Team der Volksbühne bereits von 2007 bis 2012 angehörte, ist wieder mit großer Freude dabei und darf im Vormittagsteam den Kaiser, eine Marktfrau, ein Mädchen und den Schwanz des Esels führen.

Insgesamt wirken 15 Marionetten beim neuen Theaterspiel mit, um die sich fünf Puppenspieler kümmern. „Jeder Spieler hat zwar eine feste Rolle, manche Puppen werden aber abwechselnd von verschiedenen Leuten bedient“, sagt Viktoria Hartmuth, die in acht Wochen während der vergangenen Winterzeit das Textbuch für das lustige Stück verfasste.

Während Ellinor Danzfuß als Regieleiterin den Spielern hinter der Bühne mitteilt, wenn eine Puppe nicht den Boden berührt oder die eine Marktfrau besser auf der Holzbank Platz nehmen sollte, kümmert sich das dreiköpfige Technikerteam aus Hans Manhart, Helmut Schuierer und Dominik Danzfuß abwechselnd um Licht und Tonbild.

Mit der ersten und zweiten Szene ist die Regieleiterin schon ganz zufrieden und lässt gleich die heitere Marktszene vorspielen. „Stehen Esel und Fritzl bereit?“, fragt sie ihre Spieler und stellt das Tonbild an. Die zwei Marktfrauen Gertrude und Minna singen das Kinderlied vom spannenlangen Hansl und der nudeldicken Dirn, als auf einmal der Gauner Fritzl mit seinem frechen Esel auftaucht. Nicht nur am Gemüse frisst dieser, sondern hinterlässt auch noch sein Geschäft am Marktstand. Auch arme Menschen kommen zum Markt und erbetteln sich ein paar Äpfel von den Frauen. Da preisen die beiden Gauner ihre „wertvollen“ Stoffe an, was auch die Tochter des Kaisers hört und ihren Vater bittet, die beiden Handwerker ins Schloss kommen zu lassen. Und damit nimmt das Übel seinen Lauf.

Das einstündige Bühnenstück zu Hans Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ verspricht viel Unterhaltung. Viktoria Hartmuth hofft, dass sie auch einige Lacher beim Publikum hervorrufen kann. Gespannt dürfen die Zuschauer auch auf die Umsetzung der „Einkleideszene“ sein.

Die Aufführungen finden vom 9. November bis 4. Dezem-ber, ohne Pause von Montag bis Freitag – außer Mittwoch – um 9 und um 10.30 Uhr in den Räumen der Volksbühne Mering, Luitpoldstraße 3 statt. Anmeldungen nimmt Viktoria Hartmut unter Telefon 08233/84 66 19 entgegen. Premiere des Stückes ist am Samstag, 31. Oktober, um 17 Uhr. Weitere Aufführungen finden am 7. und 8. November um 15 Uhr, am 14., 15., 21. und 22. November um 15 und 17 Uhr, am 28. und 29. November nur um 15 Uhr statt. An den Wochenenden ist eine kurze Pause, in denen die Besucher Getränke und Lebkuchen kaufen können.
Für die Wochenendtermine steht Christine Hieke unter Telefon 08233/78 91 41, von 17 bis 20 Uhr zur Verfügung. Auch über die Internetseite www. volksbuehne-mering.de können Karten bestellt werden.
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