Der Himmel wartet nicht

Für Humor und Spannung sorgen in der neuen Inszenierung auch Gerhard Becker und Johannes Kellerer. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Premiere / Theatergruppe Ottmaring lädt ein
Peter Stöbich
Ottmaring. Nach einem turbulenten und für viele Menschen schwierigen Jahr will die Theatergruppe Ottmaring einen heiteren Schlusspunkt setzen mit ihrer neuen Inszenierung "Der Himmel wartet nicht". Für die sieben Aufführungen (siehe Infokasten) haben die engagierten Laiendarsteller seit September rund 30 Proben abgehalten und die Turnhalle der Johann Peter Ring-Volksschule in einen Theatersaal mit professioneller Licht- und Tonanlage verwandelt.
Wie schon seit über 60 Jahren dürfen sich die Besucher auch heuer wieder auf gelungene Gags und gepfefferte Pointen freuen, die der amüsante Schwank reichlich zu bieten hat. Er spielt in allen drei Akten in einem imposanten Wohnzimmer, das die Ottmaringer mit viel Liebe zum Detail und einem Kachelofen ausgestattet haben. Verantwortlich für dieses eindrucksvolle Bühnenbild ist Johannes Kellerer, der mit sprühender Spielfreude erneut in einer Paraderolle glänzt.
Er verkörpert den soeben verstorbenen Schreiner Bömmerl, den der bereits tote Polizist Stelzl (Markus Büchler) innerhalb 24 Stunden in den Himmel bringen soll. Das erweist sich als überaus schwierige Aufgabe - denn Bömmerl will, schon allein wegen seiner Tochter Anna, nicht wahrhaben, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Es geht ihm alles zu schnell und er will noch nicht durch die Himmelspforte.
Dann kommt auch noch die unverschämte Verwandtschaft zu seinem Begräbnis angereist und will sich alles, was irgendwie geht, unter den Nagel reißen. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein nicht auffindbarer Lottoschein, der einen Gewinn von drei Millionen Euro verspricht.
Dass die beiden Verstorbenen für alle übrigen Mitspieler unsichtbar sind, sorgt für viele Schmunzelszenen. Neben den erfahrenen Darstellern sind auf der Bühne dieses Jahr auch zwei neue Gesichter zu sehen: Anika Loibl als Haushälterin Finni und Simon Limmer als Geselle Emeran fügen sich bei ihrer Premiere gut ins Ottmaringer Ensemble ein. In weiteren Rollen sind Katrin Schwibinger, Gerhard und Ida Becker sowie Monika Loibl zu sehen.
Wie Stelzl und Bömmerl ein Verbrechen verhindern können und ob sie es noch rechtzeitig in den Himmel schaffen, wird an dieser Stelle nicht verraten - ein überaus heiterer Abend ist auf jeden Fall garantiert, denn das eingespielte Team weiß, wie Gags gelingen. Bereits 1949 war nach einem Theaterbesuch in Augsburg der Entschluss gefasst worden, auch in Ottmaring Theater zu spielen. Die Möglichkeit dazu bot der Saal im Gasthaus Waldhorn, wo mit dem Stück "Friede den Menschen" der Anfang gemacht wurde.
"Der Himmel wartet nicht" wird in der Turnhalle der Volksschule Ottmaring am Wanderweg 13 an folgenden Tagen gezeigt: 27., 28., 29., 30. und 31. Dezember sowie 2. Januar jeweils um 19.30 Uhr. Die Vorstellung am Sonntag, 1. Januar, beginnt bereits um 14 Uhr. Kartenreservierungen sind unter der Telefonnummer 0176 / 9910 3074 in der Zeit von 17 bis 20 Uhr möglich. Die Besucher werden gebeten, die Parkverbote zu beachten. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.theatergruppe-ottmaring.de.
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