Ein Fest für alle Sinne: Herbstmarkt in Friedberg

Auf dem Herbstmarkt gab es reichlich Essen und Trinken.
 
Viele Attraktionen waren beim Herbstmarkt des Wittelsbacher Landes geboten. Fotos: Stöbich
Friedberg: Friedberg |

Bauernburger, Blasmusik und Bier, dazu der Duft von Steckerlfisch - nein, das war vergangenes Wochenende nicht auf dem Oktoberfest, sondern beim großen Herbstmarkt auf dem Segmüller-Freigelände in Friedberg. Wie in München gab es aufgrund des großen Besucherandrangs kaum freie Parkplätze, dafür aber Preise wie zu Omas Zeiten: Für Säcke mit zehn Kilo Kartoffeln zum Preis von 3,49 Euro standen die Kunden Schlange.

Viele Direktvermarkter aus der Region präsentierten zwei Tage lang ihre Produkte, von Obst und Gemüse über Wurst- und Käsespezialitäten bis hin zu Broten, Süßwaren, Fruchtsäften und Spirituosen. Mit dabei waren unter anderem der Dasinger Bauernmarkt, die Friedberger Beeren-Hexe und der Aichacher Hinterhofbräu. Matthias Feiger, stellvertretender Vorsitzender des Wittelsbacher Land-Vereins, begrüßte die zahlreichen Besucher und wies darauf hin, dass sich Verbraucher auch auf dem digitalen Marktplatz www.wittelsbacherland.de über regionale Produkte informieren können.

Diese konnte man am Wochenende direkt an den Ständen der Erzeuger probieren, vom glutenfreien Bauernhof-Eis bis zur Kürbissuppe. Fühlen, riechen, schmecken, sehen - es war zwei Tage lang ein Fest für alle Sinne, bei dem auch das Wetter mitspielte.
Für die Jüngsten gab es auf dem Freigelände ebenfalls allerhand Attraktionen wie Karussell und Kinderschminken, Schiffschaukel und Marionettentheater; außerdem hatten die Mädchen und Buben in einem Labyrinth aus Mineralwasser-Kästen ihren Spaß. Bei der Verkehrswacht konnten sie mit Spielzeug-Traktoren ihr Geschick unter anderem auf einer Wippe testen. Die Schlepper-Freunde aus Kissing stellten ihre stolzen Oldies aus und Lorenz Lindermair ließ sich beim Korbflechten über die Schulter schauen.

Handwerkskunst aus der Region

Interessant war auch die umfangreiche Präsentation von Handwerkskunst aus der Region. Viele Aussteller aus dem Landkreis begeisterten mit ihren Werken wie zum Beispiel Ursula Roll: Die Kissinger Künstlerin überraschte mit ihren Bildern von bunten Kühen, Marion Perl aus Aichach mit ihrem handgefertigten Edelsteinschmuck. Ebenfalls aus Aichach war Marianne Wallach nach Friedberg gekommen, wo sie verführerische Süßigkeiten anbot. Die waren täuschend ähnlich aus Seife hergestellt und deshalb nicht zum Verzehr geeignet.
Passend zur Oktoberfestzeit waren am Stand von Margit Hummel aus Friedberg schicke Trachtenmoden zu sehen, außerdem waren im Angebot Antikmöbel, Floristik-Artikel, Glas- und Metallkunst, Klosterarbeiten und vieles mehr. "Unserem Regionalentwicklungsverein gehören mehr als 250 Unternehmen, Interessengruppen und Privatpersonen sowie alle Kommunen im Landkreis an", sagt Feiger.

Symbole des Wittelsbacher Landes sind eine grüne Blume und eine blaue Welle, die für Natur und Umweltbewußtsein stehen. "Dieses Logo ist unser Oscar und ermöglicht Verbrauchern, hochwertige Produkte aus unserer Region auszuwählen und damit ortsansässige Unternehmen und die heimische Wirtschaft zu stärken." Das Qualitätssiegel wird für drei Jahre an Betriebe verliehen, danach muss sich der Inhaber neu bewerben.
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