Ein Friedberger Festival für die ganze Region

Friedberg: Friedberg |

Rund 100.000 Euro soll ein grosses Jugendfestival kosten, das für 21. und 22. Juli am Friedberger See geplant ist. Das genaue Konzept stellten Kulturamtsleiter Frank Büschel und sein Mitarbeiter Philipp Köhler dem städtischen Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung vor; dabei äußerten einige Mitglieder auch Kritik an der Höhe des erwarteten Defizits von 60.000 Euro. Denn Büschel rechnet mit Einnahmen von jeweils 20.000 Euro durch die Unterstützung von Sponsoren sowie den Verkauf von Eintrittskarten; das Tagesticket soll zehn Euro kosten.

Der Hintergrund: Das bisher durchgeführte Jugendfestival "Mittendrin" fand alle drei Jahre statt und wurde vom Jugendrat unter Federführung des Jugendpflegers und mit Hilfe des Jugendclubs organisiert. Vor zwei Jahren war deutlich geworden, dass das Konzept nicht mehr stimmig war, weil der Schlosshof als wichtiger Spielort nicht mehr zur Verfügung stand. Außerdem war die Veranstaltung nicht in das Konzept der städtischen Kulturabteilung eingebunden.
Die Neuausrichtung als Popkultur-Festival soll vor allem Auszubildende, Schüler und Studenten ansprechen, an den beiden Sommertagen aber auch andere Altersgruppen an den See locken. Die Stadt Friedberg verspricht sich von der jährlich geplanten Veranstaltung "überregionale Strahlkraft".
Mindestens 3000 Besucher werden erwartet, am Südufer des Sees werden zwei Bühnen aufgebaut, die kleinere wird voraussichtlich im Wasser stehen. Die Gestaltung des Rahmenprogramms wird ehrenamtlich geleistet: Der Jugendclub kümmert sich um den Einlass, der Jugendrat um den geplanten Kreativmarkt und die neue Jugendpflegerin Linda Greiter um Freiwillige, die für wenig Geld mithelfen. Im Gegensatz zu anderen Festivals fehlt auf der Einnahmenseite des Veranstalters aber ein wichtiger Baustein, nämlich das Geld aus der Gastronomie. Das Verkaufsrecht hat nämlich Jürgen Koppold als Pächter der Liegewiese.
Das Freiluftkonzert vor den Sommerferien soll am Freitag und Samstag jeweils von 14 Uhr bis Mitternacht dauern. Der Friedberger See bietet sich laut Büschel als idealer Veranstaltungsort an, weil er die erforderliche Infrastruktur mit Kiosk, Stellplätzen und Toiletten aufweist. Das Nordufer soll uneingeschränkt Bade- und Freizeitgästen zur Verfügung stehen. Welche Bands an den beiden Tagen auftreten werden, stand bei der Sitzung noch nicht fest. Klar ist dagagen bereits, dass zurm Auftakt eine All Star-Big Band spielt.
Für die Planung und Durchführung hat sich die Stadtverwaltung die Unterstützung einer professionellen Agentur gesichert, auf die der Großteil der Personalausgaben entfällt. Neben viel Musik stehen auf dem Programm auch verschiedene Aktionen wie Graffiti-Sprayen und Wakeboard-Fahren. Und von einem Turm können die jugendlichen Besucher auf ein Sprungkissen hüpfen und so andere Leute ins Wasser befördern.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.