Friedberg denkt über Kontakt zu Tansania nach

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Wo soll auf der Landkarte der "globale Süden" sein? Diese Frage stellten sich die Mitglieder des Freidberger Stadtrates, als es kürzlich um den Aufbau einer kommunalen Partnerschaft ging. Silja-Kristin Vogt von der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ des Bundesentwicklungsministeriums berichtete im Ratsgremium über Praxisbeispiele und Fördermöglichkeiten einer solchen Partnerschaft. Bürgermeister Roland Eichmann hatte das Thema in den Ältestenrat eingebracht.

Friedberg hat durchaus Anknüpfungspunkte zu einem Entwicklungsland: Schon seit Jahrzehnten existiert ein Hilfsprojekt der Mittelschule für den Ort Ndanda im afrikanischen Tansania. Mit Spendengeldern aus der Schule und dem caritativen Christkindlmarkt werden dort zum Beispiel Projekte ins Leben gerufen, Gebäude renoviert oder Brunnen geschlagen. Mit einer offiziellen Partnerschaft könnte diese Tradition gefestigt werden.
Bislang gibt es fünf Städtepartnerschaften, wobei Bressuire wiederum mit einer Stadt in Togo und La Crosse mit einer Kommune in Kamerun verpartnert ist. Aus entwicklungspolitischer Sicht geht es laut Vogt vor allem darum, Themen wie Umweltschutz, fairer Handel oder Kommunalverwaltung aufzugreifen. So könnte Friedberg einen Beitrag zur fairen Partnerschaft auf der Welt leisten. Für Bürgermeister Roland Eichmann war aber auch klar: Die Intensität wie bei den bisherigen Partnerschaften wäre mit dem abgelegenen Ort im Süden Tansanias wohl nicht machbar. Es sei allein schon anstrengend und kostspielig, dorthin zu gelangen.
In der kurzen Debatte stellte Claudia Eser-Schubert (Grüne) fest, dass es eine lebendige Partnerschaft und nicht nur ein einseitiges Geben sein müsse. "Auf jeden Fall wäre es ein Beitrag zur Völkververständigung!" Wie das Ganze konkret ausgestaltet werden könnte, ist noch nicht klar; die Verwaltung will am Thema dranbleiben.
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