Friedberg: Spielplatz soll schöner werden

Attraktiver soll dieser Spielplatz an der Max Rimmele-Strasse werden; die Kosten von mehr als 100.000 Euro teilen sich Baugenossenschaft und Stadt. Foto: Stöbich
Wie soll ein zeitgemäßer Kinderspielplatz aussehen? Darüber gingen in der jüngsten Sitzung des Friedberger Bauausschusses die Meinungen weit auseinander.
Ein mehr als 100.000 Euro teures Konzept hält Marion Brülls (Grüne) für todlangweilig, sagte sie in der lebhaften Diskussion zur Neugestaltung des städtischen Spielplatzes an der Max Rimmele-Strasse.
Im Umfeld wird von der Baugenossenschaft Friedberg schon seit einigen Jahren kräftig gebaut, so dass viele junge Familien mit Kindern zugezogen sind. Um den Platz aufzupeppen, wurde der Aichacher Landschaftsarchitekt Manfred Schachenmayr mit der Planung beauftragt, deren Kosten die Genossenschaft übernehmen will. "Ein lobenswertes freiwilliges Engagement", stellte Bürgermeister Roland Eichmann fest. Für die Baukosten bis zu maximal 83.000 Euro kommt die Stadt selbst auf.

Um die Anwohner und Kinder mit ihren Vorstellungen einzubeziehen, gab es vor vier Monaten einen Workshop, aus dem Schachenmayr einen Vorentwurf entwickelte. Unter anderem wurden ein Trampolin, ein Wehrgang mit Palisaden und vieles mehr gewünscht, was aber auf der relativ kleinen Fläche an der Max Rimmele-Strasse nicht alles Platz hat. Realisiert werden sollen dagegen eine sogenannte Vogelnestschaukel, ein kleines Indianerzelt sowie eine Neuanordnung der Ruhebänke, die jetzt im rechten Winkel zueinander stehen. Und das sei nicht gut, sagte der Planer, weil eine solche Platzierung der Bänke erfahrungsgemäß zum Alkoholkonsum verführe.
"Für mich ist das ein todlangweiliges Konzept", kritisierte Brülls den Vorentwurf., "denn ein zeitgemäßer Spielplatz soll für alle Altersgruppen ein Ort der Begegnung sein!" Kinder wünschten sich halt das, was sie bereits kennen - hier fehlten kreative Ideen und Rasenflächen statt Asphalt. "Wir reden nicht von einem Generationenpark", erwiderte Jakob Eichele (Freie Wähler) in der ausführlichen Diskussion.

Über die Kosten in sechsstelliger Höhe zeigte sich Roland Fuchs (SPD) etwas verwundert und sagte, die Baugenossenschaft hätte sich noch stärker daran beteiligen können. Der Bürgermeister und Thomas Kleist (CSU) verteidigten Schachenmayrs Vorschläge und werteten sie als Zeichen für eine kinderfreundliche Stadt. In den endgültigen Entwurf könnten ja noch weitere Ideen mit einfließen, so der Planer. Marion Brülls stimmte im Ausschuss als Einzige gegen die Neugestaltung des Spielplatzes.
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