Grabgebühren in Friedberg sollen steigen

Die Friedhofswege sind für Besucher mit Gehwagen oder Rollstühlen problematisch. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen |

Höhere Gebühren werden im neuen Jahr auf alle Grabnutzungsberechtigten zukommen, wenn sich die Friedberger Stadtverwaltung mit ihrem Vorschlag durchsetzen kann. Grund für die drohende Steigerung ist die notwendige Befestigung von Wegen auf den Friedhöfen - insgesamt rund 3800 Quadratmeter in den verschiedenen Ortsteilen.

"Immer wieder kommen Bürger auf uns zu mit der Bitte, dass bislang wassergebundene gesplittete Wege gepflastert oder asphaltiert werden", sagte Stadtwerke-Chef Holger Grünaug in der jüngsten Sitzung des Werkausschusses. Vor allem ältere Menschen mit Gehwagen sowie Rollstuhlfahrer würden sich schwer tun.
Auch für den Winterdienst sind asphaltierte Wege einfacher; eine Pflasterung käme laut Grünaug mit 170 Euro pro Quadratmeter etwa doppelt so teuer. Bei neun Friedhöfen wären das Kosten in Höhe von 323.000 beziehungsweise 646.000 Euro - Beträge, welche die Grabgebühren um 4,5 oder bei einer Pflasterung um neun Prozent steigen lassen würden. Das bedeutet für ein Doppelgrab eine Erhöhung um 60 oder 120 Euro, für ein Urnengrab um 36 oder 72 Euro.
Während sich Marion Brülls (Grüne) grundsätzlich gegen asphaltierte Friedhofswege aussprach, wollte Peter Feile (SPD) das Thema von der Tagesordnung absetzen, um sich in den Friedhöfen selbst ein Bild von den Problemen zu machen. Der Werkausschuss stimmte einer Vertagung und einer Ortsbesichtigung zu, die im neuen Jahr stattfinden soll.
Beim Bau der städtischen Sozialwohnungen an der Afrastraße werden die Stadtwerke keine Photovoltaik-Anlagen errichten. Diese Entscheidung traf der Werkausschuss aufgrund baulicher, organisatorischer und rechtlicher Schwierigkeiten, die Finanzreferent Wolfgang Schuß in der Sitzung erläuterte. Unter anderem argumentierte er mit zusätzlichen statischen Maßnahmen und Kosten in sechsstelliger Höhe sowie dem Zeitdruck, unter dem der Zuschussantrag für die Wohnungen fertiggestellt werden muss.
Für die Stadtwerke könnten künftig größere Projekte zum Beispiel am neuen Bauhof oder dem Klärwerk Ach umgesetzt werden. In der kurzen Debatte sagte Marion Brülls (Grüne), dass es nicht nur um einzelne Photovoltaik-Anlagen gehe, sondern um ganzheitliche Konzepte für den Klimaschutz.
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