Gutes tun mit einer Stiftung

In der Ausstellung informierten sich auch (von links) Sabine Schatz-Gutmann und Waltraud Kohl-Orlowski von der Krebs-Beratungsstelle Augsburg sowie stellvertretender Landrat Peter Feile. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Vielen Vereinen aus der Region hilft das "Haus der Stifter"

Peter Stöbich
Friedberg. Man muss kein Millionär mit einer Villa am Ammersee sein, um für seine Nachkommen oder das Gemeinwohl nachhaltig etwas Gutes zu tun. Schon ab einem Betrag von 25.000 Euro ist es möglich, eine Stiftung im eigenen Namen einzurichten. Wie das genau geht, darüber kann man sich im Finanz- und Gesundheitszentrum der Friedberger Sparkasse informieren. Bei einer Ausstellung im Atrium, die noch bis Anfang nächsten Jahres zu sehen ist, ist immer donnerstags von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr ein Ansprechpartner anwesend.
"Haus der Stifter" heißt eine nicht rechtsfähige Stiftung, die vor fünf Jahren von der Stadtsparkasse Augsburg als Plattform für Kundenstiftungen gegründet wurde. Die Verwaltung erfolgt durch die Deutsche Stiftungstreuhand AG in Fürth. Bei der Eröffnung der Ausstellung sagte Stiftungsberater Dieter Weisner: "Im Gegensatz zu einer Spende, die von der Empfängerorganisation sofort für deren Zwecke verwandt wird, bleibt das Stiftungsvermögen in der Regel dauerhaft erhalten." Und auch der Name des Gründers gerät nicht so schnell in Vergessenheit.
Der Stiftungszweck könne jederzeit an geänderte Bedingungen angepasst werden. Es gibt die Möglichkeit, gemeinnützige Projekte aus unterschiedlichen Bereichen mit einer persönlichen Namensstiftung, einer Zustiftung oder Spende zu unterstützen. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu sowie die steuerlichen Vorteile erläuterte der Referent ausführlich.
Die Stiftergemeinschaft der Stadtsparkasse bündelt das Wirken vieler Stifter und Spender in unserer Region für verschiedenste Zwecke unter einem Dach; das Spektrum reicht von Jugendhilfeeinrichtungen und Sport über Gesundheitswesen und Schulen bis zum Naturschutz. Jüngstes Mitglied im "Haus der Stifter" ist die Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung. Mithilfe von Privatpersonen, Körperschaften und Unternehmen, dank Erbschaften und Schenkungen soll ein Kapitalstock aufgebaut werden. Mit dessen Erlösen sollen die bestehenden Lücken im Versorgungsangebot geschlossen und das Vorsorgeprogramm regional durchgeführt werden.
Vor einigen Monaten wurde außerdem eine Förderstiftung für den Augsburger Zoo eingerichtet, der Kompetenzzentrum für Naturschutz im Rahmen der Welt-Zoo-Naturschutzstrategie werden will. Ziel der neugegründeten Stiftung ist es, Spenden zu werben; mit den Erlösen kann der Zoo umgebaut und modernisiert werden. Weitere Stiftungen in unserer Region gibt es unter anderem für die Lebenshilfe und gegen Krebs, für behinderte Menschen sowie zum Brandschutz und zur Unfallverhütung.
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