In Friedberg geht es auch ohne Bürokratie

Bei Bauhof-Leiter Willi Erhard (vorne links) bedankten sich die Anwohner. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Unzählige Gesetze und Paragrafen, Satzungen und sonstige Vorschriften gilt es in Deutschland zu beachten, bevor etwas gebaut, geändert oder von den Behörden genehmigt werden kann. Dass es manchmal aber auch ohne großen bürokratischen Aufwand und auf dem kurzen Dienstweg funktioniert, zeigt ein positives Beispiel aus Friedberg-Süd.
Dort zweigt vom Kindergarten am Hagelmühlweg ein kleiner Stichweg ab, der hinaus aufs freie Feld führt. Viele Hundebesitzer sind häufig hier unterwegs, die mit ihren Tieren aber nicht auf den angrenzenden Spielplatz gehen und die Ruhebänke nutzen dürfen.
Beim täglichen Gassigehen mit seinem Spaniel "Ballou" entdeckte Erich Vorwohlt am Wegrand ein schönes Fleckchen zum Verweilen. Er kontaktierte dritte Bürgermeisterin Martha Reißner und Bauhofleiter Willi Erhard, der umgehend mit seinem direkten Vorgesetzten, Bürgermeister Roland Eichmann, Rücksprache hielt. Und ganz ohne Anträge, Formulare, Beschlüsse und sonstige Bürokratie stellte der Bauhof ruckzuck am gewünschten Platz eine Stahlrohr-Bank auf - die 318. im Stadtgebiet, wie Erhard bei einem kleinen Sekt-Umtrunk berichtete.
"Wir greifen solche Anregungen von Bürgern gern auf", sagt er, "denn eine Ruhebank verursacht schließlich keine großen Unterhaltskosten." Auch Gertraud Schneider, die am Bierweg wohnt und gern mit ihrem Pudel "Idefix" spazierengeht, freut sich über den neuen Rastplatz. "Dass etwas so schnell über die Bühne geht und reibungslos klappt, habe ich noch bei keiner Verwaltung erlebt", staunt Vorwohlt. Er dankte Erhard im Namen aller Anlieger für die rasche Umsetzung und wünscht sich, dass in Friedberg auch manch andere Projekte in solchem Tempo Wirklichkeit würden.
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