In Friedberg kommen wieder mehr Babys zur Welt

Noch nie wurden so viele Geburten im Friedberger Standesamt beurkundet wie im Jahr 2016. Das gab das Friedberger Bürgerbüro bekannt. Foto: katrinaelena123rf.com


700 Geburten verzeichnet das Friedberger Bürgerbüro für das Jahr 2016. Das sind 86 mehr als im Jahr davor. Kurz: "Es wurden noch nie so viele Geburten in unserem Standesamt beurkundet wie in diesem Jahr", heißt es im Jahresbericht 2016 des Friedberger Bürgerbüros.

Wer sich die Geburtenzahlen der vergangenen Jahre anschaut, erkennt sofort: Männer und Frauen haben wieder mehr Lust auf Babys. 700 Geburten in Friedberg waren es in 2016, 2006 nur 440 Geburten. Natürlich gebären neben den Friedbergerinnen auch Frauen aus der Umgebung im Friedberger Krankenhaus. Acht Babys waren Hausgeburten.

Diesmal waren die Mädels in der Überzahl. 364 Mädchen kamen in 2016 zur Welt - und 336 Knaben. Die meisten Babys, genauer gesagt 70, wurden im Juli zur Welt gebracht, gefolgt von November und September mit jeweils 66 und 64 Geburten. Neu in der Liste der beliebtesten Vornamen - und gleich auf Platz eins - findet sich Josef. Die meisten Mädchen teilten sich im vergangenen Jahr die Vornamen Sophie und Sophia, Sofia und Sofie, Maria und Marie.

Übrigens waren die Eltern dieser Babys zum Großteil verheiratet. Lediglich jedes vierte Kind hat Eltern, die auch ohne Trauschein glücklich sein wollen. Dennoch, heiraten gehört wieder dazu. In 2016 gab es in Friedberg 255 Eheschließungen, im Jahr davor waren es noch 245 - in 2006 sogar bloß 194. Der beliebteste Hochzeitsmonat war in 2016 der Dezember. 36 Brautpaare feierten eine Hochzeit unterm Christbaum. Für eine Hochzeit in der Junisonne entschieden sich immerhin 32 Paare, im September versprachen sich 31 Pärchen ewige Treue und Liebe. Laut Hans-Jürgen Trinkl, Leiter des Bürgerbüros, kommen Paare aus allen möglichen Gegenden nach Friedberg, um sich das Ja-Wort zu geben, unter anderem Norddeutsche mit Wurzeln in Friedberg.

Auch die Zahl der Sterbefälle hat zugenommen. In 2016 starben 441 Männer und Frauen in Friedberg, das waren 15 Menschen mehr als in 2015. Trotzdem wächst Friedberg weiter. 29 892 Männer, Frauen und Kinder zählte das Bürgerbüro zum 31. Dezember 2016, das sind fast 200 Menschen mehr als im Jahr 2015 (zum 31. Dezember 2015 waren es 29 699 Bürger). Das heißt, die Stadt Friedberg steht kurz davor, die 30 000-Einwohner-Marke zu knacken. Ist diese erreicht, kann Friedberg den Status als Große Kreisstadt beantragen. Friedberg hätte dann zum Beispiel einen Oberbürgermeister, weitere zehn Stadträte - und bräuchte einen größeren Sitzungssaal.

Über ein dickes Plus an Übernachtungen freut sich das Friedberger Bürgerbüro. Im Jahr 2016 gab es 73 687 Übernachtungen in Friedberg, im Vorjahr waren es 59 352. Auch besuchen mehr Menschen die Friedberger Stadtführungen. 2016 wollten 3812 Interessierte Friedberg besser kennenlernen - 2015 machten 3374 eine Stadtführung mit. Damit stieg die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei Stadtführungen von 22,6 auf 26,1. "Das zeigt uns, dass unsere Bemühungen fruchten, Friedberg nach außen optimal zu präsentieren", erklärt Trinkl.

Zurückgegangen sind die Kirchenaustritte in 2016. Traten in 2015 noch 231 Friedberger aus, waren es im vergangenen Jahr 21 weniger, also 210. Die meisten Kirchenaustritte gab es übrigens im Jahr 2010. Damals verließen 362 Bürger die Kirche. (nh)
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