Leere Fläche an der Bahnhofstraße in Friedberg wird demnächst bebaut

Auf diesem Areal entsteht endlich etwas Neues. Foto: Kristin Deibl


Es schien eine hoffnungslose Situation: Obwohl die Stadt Friedberg das Grundstück an der Ecke Bahnhofstraße/Münchner Straße bereits in den 1990er-Jahren erworben hatte, war es lange durch den hohen Weiterverkaufspreis für Investoren nicht interessant. Die Stadt kaufte zunächst den größten Teil des insgesamt beinahe 2500 Quadratmeter großen Geländes. Es sollte dann im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bahnhofstraße zur Verfügung stehen. Schließlich waren die Planungen dafür in ursprünglicher Form nicht mehr angedacht und die Fläche stand zum Verkauf.

Teurer Quadratmeterpreis hielt viele ab

Doch die Stadt hat eine ungewöhnlich hohe Summe von damals 600 Mark pro Quadratmeter geboten und damit auch einen privaten Investor um das Doppelte im Preis geschlagen. Und das schlägt sich auch im aktuellen Verkaufspreis nieder. Zusammen mit einem 2016 erworbenen Nachbarsgrundstück, welches es nun in Kombination dazu gab, kostete es nun 677 Euro pro Quadratmeter. Für zahlreiche Unternehmer war das zu viel.

Erst die Bauträgerfirma Wuschek aus Langenneufnach wagte die Investition. Es liegt bei der Stadt Friedberg ein von selbiger Firma eingereichter Bauantrag vor, der vorsieht, im Erdgeschoss Geschäftsräume und im Obergeschoss Wohnräume entstehen zu lassen. In Augsburg, auf dem Gelände der ehemaligen Kammgarn-Spinnerei, realisieren sie bereits ein ähnlich nutzbares Wohn- und Geschäftsgebäude, sowie das sogenannte "Kammgarnquartier", eine moderne und luxuriöse Wohnanlage.

Friedberger Stadtrat mit dem Entwurf zufrieden


Der Friedberger Stadtrat ist mit dem Entwurf der Planung einverstanden und mit dem Erlös von rund 1,7 Millionen Euro kann die Stadt auch zufrieden sein.

Das Genehmigungsverfahren zur Bebauung läuft bereits bei der Stadt Friedberg. Bis der Grundstein gelegt wird, kann aber noch Zeit vergehen. Gegebenenfalls die Unterlagen sind vollständig und die Regeln für den Emissionsschutz sind erfüllt, dauert so etwas mindestens drei bis vier Monate. Laut Bauamt ist aber wegen der saisonal typisch hohen Antragsdichte und einem Engpass an Sachbearbeitern mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Weitere Informationen sind unter Verschluss. (Amin El Souriti )
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