Ludwigstraße wird gesperrt

Während des Friedberger Advents wird es verschärfte Sicherheitsmaßnahmen geben. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Stadtrat beschließt Sicherheitskonzept für Friedberger Advent

Peter Stöbich
Friedberg. Wenn sich beim Weihnachtsmarkt und der "Nacht der Sterne" bald wieder tausende von Besuchern im Friedberger Zentrum drängen werden, wie kann man dann für ihre Sicherheit sorgen? Über diese Frage zerbrachen sich die Stadträte bei ihrer jüngsten Sitzung die Köpfe.
In Absprache mit der Polizei hatte die Stadtverwaltung ein Konzept mit vier unterschiedlichen Varianten zur Diskussion gestellt. Seit vor einem Jahr ein Attentäter in Berlin einen Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt gelenkt hatte, wird in ganz Deutschland bei jedem Fest über Sicherheitsmaßnahmen debattiert. Veranstaltungen wie das Friedberger Volksfest oder das Münchner Oktoberfest lassen sich zum Beispiel umzäunen, aber die Ludwig- und die umliegenden Straßen kann man nicht wochenlang so abriegeln, dass jeder einzelne Passant kontrolliert wird.
Eine hundertprozentige Sicherheit werde ohnehin nie möglich sein, betonten zahlreiche Redner in der ausführlichen Stadtratsdebatte; denn Betonblöcke und -poller oder quer gestellte Fahrzeuge in der Ludwigstraße nützen nichts gegen Angreifer mit Messern, Schusswaffen, Rucksackbomben oder Sprenggürteln. Außerdem müssen Absperrungen so gestaltet sein, daß im Notfall noch Rettungsfahrzeuge durchkommen können.
Wolfgang Rockelmann gab zu bedenken, daß bei einer Vollsperrung des Zentrums alle umliegenden Straßen sehr stark belastet würden. Trotzdem forderte Thomas Kleist "höchstmögliche Sicherheit" für die Besucher des Adventmarktes, der vom 5. bis 23. Dezember dauert. Dafür ist der Aufwand erheblich, den die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs leisten müssen: Rund 28.000 Euro wird die Variante kosten, für die sich eine Stadtratsmehrheit schließlich entschied. Von Hausnummer 10 bis 16 wird die Ludwigstraße mit massiven Pollern gesperrt; um dafür die Betonfundamente zu setzen, ist auch in der Zeit vom 22. bis 29. November eine Sperrung notwendig.
Die Polizei hat angeregt, ab 30. November während der gesamten Marktzeit die Ludwigstraße werktags von 16 bis 6 Uhr sowie samstags von 13 Uhr bis montags um 6 Uhr zu sperren. Auch in den zuführenden Straßen sollen Betonblöcke aufgestellt werden, um einen Anschlag wie in Berlin zu verhindern. Der karitative Christkindlmarkt in Friedberg beginnt am Donnerstag, 30. November, der Adventmarkt wird am 5. Dezember seine Tore öffnen und die lange Nacht der Sterne mit vielen Attraktionen findet am Freitag, 8. Dezember, statt.
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