Mit der Seilbahn in die Stadt

Die Achwiesen sollen als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Foto: Lütke-Wissing

Acht Energieberater schauten sich im Auftrag der Stadt Friedberg Häuser in Friedberg-West an. Jetzt stand der Abschlussbericht der Energiekarawane auf der Tagesordnung.

In der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses der Stadt Friedberg stand der Abschlussbericht zum Projekt „Energiekarawane“ auf der Tagesordnung. Um die Sanierungsrate im Gebiet Friedberg-West zu erhöhen, beschloss der Stadtrat im Oktober 2014 die „Energiekarawane“.

Im Wirtschaftsraum Augsburg fand das Projekt in drei Kommunen statt. Hierbei erhalten Bürger kostenlose Energieberatungen direkt vor Ort. Friedberg-West eignete sich aufgrund seiner Struktur mit vorwiegend Ein- und Zweifamilienhäusern im Wohneigentum, älter als Baujahr 1985, besonders für das Projekt. Über 400 Hausbesitzer wurden ermittelt und angeschrieben. Acht Energieberater führten dann im Auftrag der Stadt Friedberg die Beratung im Februar und März 2015 durch. Dabei ging es um Themen wie Gebäudehülle, Haustechnik, Erneuerbare Energien und Förderung. Beim Rundgang durchs Haus entdeckten die Energieberater energetische Schwachstellen. 110 Haushalte nahmen die Beratung in Anspruch. Die Kosten in Höhe von fast 10 000 Euro trug die Regionale Energieagentur. Die Stadt Friedberg hatte lediglich Kosten in Höhe von 1640 Euro selber zu bezahlen. Geplant ist, Anfang 2016 nachzufragen, wie viele Haushalte auch konkrete Sanierungsmaßnahmen nach der Beratung durchgeführt haben. 86 Energiekarawanen waren bislang mit viel Erfolg in Deutschland unterwegs.

Neben Häusern können auch Flächen saniert werden – die entsprechenden Voraussetzungen hat der Planungs- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung geschaffen. In einem städtebaulichen Entwicklungskonzept gibt es die zwei Gebiete „Achwiesen“ und „Möbel Segmüller – Unterm Berg“. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Bereich nördlich des Möbelhauses im Zusammenhang mit dem Entstehen des Fachmarktzentrums mit dem beabsichtigten Umbau der Straßenführung kommt der weiteren Konkretisierung der Pläne an dieser Nahtstelle zur Altstadt eine hohe Priorität zu. Damit Friedberg Fördermittel der Städtebauförderung bei der Regierung von Schwaben einfordern kann, muss Friedberg dieses Gebiet formal als Sanierungsgebiet ausweisen. Der Ausschuss beauftragte das Planungsbüro UmbauStadt aus Weimar mit vorbereitenden Untersuchungen, falls die Förderzusage eintrifft.

Die Achwiesen bieten den letzten unverbauten Rand zum historischen Kern der Altstadt. Das Gelände ist landwirtschaftlich und zum kleineren Teil als Fußballwiese genutzt. Diese Grünfläche soll eine Freifläche bleiben, dennoch will die Stadt die Achwiesen als Freizeitfläche und Naturraum stärker in den Fokus der Bevölkerung und der Möbelhauskunden rücken. Auch der Weg hinauf in die Altstadt soll künftig besser beleuchtet und beschildert sein. Geplant ist, das Quartier „Unterm Berg“, das ehemalige Mühlenquartier mit verwinkelten Gassen und einer funktionierenden Mühle, als westlicher Ausläufer der Altstadt freiräumlich und baulich aufzuwerten. Auch Ideen wie ein Shuttle-Service in die Altstadt oder eine Seilbahn kamen zur Sprache, um die Menschen in die Altstadt zu ziehen.
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