Sechs junge Menschen haben sich beim Bayerischen Roten Kreuz zum Rettungssanitäter qualifiziert

Stellvertretender Leiter Rettungsdienst Robert Lang (von links) ist stolz auf die scheidenden Rot-Kreuz-Bundesfreiwilligen Regina Horrer, Marius Wölzmüller, Johannes Mühlberger (alle Friedberg), Tobias Stredak (Augsburg), Nina Jung (Ried) und Nico Detter (Friedberg), die sich zum Rettungssanitäter qualifiziert haben.


Gutes tun und dabei selbst profitieren: Regina Horrer, Marius Wölzmüller, Johannes Mühlberger und Nico Detter aus Friedberg, Nina Jung aus Ried sowie der Augsburger Tobias Stredak haben den Bundesfreiwilligendienst auf der Rettungswache des Roten Kreuzes in Friedberg absolviert.

Als Bufdi im Rettungsdienst ist man täglich aufs Neue gefordert, kein Einsatz gleicht dem anderen. Regina Horrer versucht dennoch, einen typischen Einsatztag zu beschreiben: "Ich bin in Wechseldienstschicht im Krankentransport oder als Fahrer auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) tätig." Eine Frühschicht als NEF-Fahrer beginnt um 6 Uhr, "man sollte allerdings schon um 5.30 Uhr da sein, damit die Kollegen von der vorherigen Schicht nicht kurz vor Dienstende noch mal ausrücken müssen", erklärt Horrer. Bei einem Alarm fährt sie den Notarzt mit Blaulicht zum Einsatzort. Gegebenenfalls muss sie mit dem Auto die Unfallstelle absichern. Vor Ort kümmert sie sich um unverletzte, aber aufgeregte Angehörige oder arbeitet dem Notarzt und den Kollegen zu. "Außerdem muss ich alles dokumentieren", so Horrer weiter. Wenn der Rettungswagen mit dem Patienten ins Krankenhaus fährt, informiert sie die Kollegen in der Notaufnahme schon mal telefonisch vorab und lässt eine Patientenakte anlegen. "Ist der Notarzt im Rettungswagen mitgefahren, hole ich ihn vom Krankenhaus ab, ansonsten geht es gleich gemeinsam wieder zur Rettungswache oder zu einem neuen Einsatz", endet Horrer ihren Bericht.

Robert Lang, stellvertretender Leiter Rettungsdienst, schätzt die scheidenden Freiwilligen sehr: "Sie haben beeindruckendes Engagement gezeigt und werden uns sehr fehlen. Ich hoffe, dass wir möglichst bald ebenso engagierte und motivierte Nachfolger finden!"

Die Freiwilligen haben sich während ihres Dienstes zum Rettungssanitäter qualifiziert und vor allem praktische Erfahrungen im Rettungsdienst gesammelt. Tobias Stredak hat über sein Engagement den Berufseinstieg gefunden, er wurde als hauptamtlicher Rettungssanitäter übernommen. Und auch für Regina Horrer hat der Freiwilligendienst Weichen gestellt: Sie beginnt im Herbst ein Medizinstudium.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter umfasst 520 Stunden und besteht aus dem vierwöchigen Fachlehrgang "Rettungsdiensthelfer", je vier Wochen Klinik- und Rettungswachenpraktikum und einem einwöchigen Abschlusslehrgang. Bundesfreiwillige im Rettungsdienst müssen 18 Jahre alt sein und mindestens ein Jahr Fahrpraxis haben. (pm)
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