Sie hilft Schülern über die Hürden

In ihren Büchern verarbeitet Heidemarie Brosche auch ihre Erfahrungen als Lehrerin . Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Portrait / Heidemarie Brosche arbeitet an zwei Büchern gleichzeitig
Peter Stöbich
Friedberg. Wenige Autoren sind so vielseitig wie Heidemarie Brosche: Die Schriftstellerin aus Friedberg verfasst Schul- und Spielbücher, Ratgeber für Eltern und Reportagen. "Momentan arbeite ich an zwei Sachbüchern gleichzeitig, eines für Eltern, das andere für Lehrer", sagt sie, verrät aber die Themen noch nicht. Außerdem hat sie einen Jugendroman begonnen, der aber gerade ruht, "weil ich drei Bücher auf einmal nicht schaffe".
Ganz aktuell ist "Deutsch für Eltern", das sie gemeinsam mit zwei weiteren Autoren verfasst hat. Es bietet Hilfe für Kinder, ohne sich durch Berge von Fachliteratur arbeiten zu müssen. "Man kann sein Schulwissen zu den Themen Grammatik, Rechtschreibung, Textverständnis und Aufsatz auffrischen", sagt Brosche, "und das Buch gemeinsam zum schnellen Nachschlagen und Wiederholen nutzen. Manchmal hapert es ja nur an Kleinigkeiten und kaum ist die Hürde genommen, läuft es wieder."
Möglichst jede freie Minute nutzt die Friedbergerin zum Schreiben und sieht das als guten Ausgleich zu ihrem Beruf als Lehrerin. So sind über die Jahre fünf Dutzend Kinder-, Jugend- und Sachbücher entstanden mit Titeln wie „Gummistiefel, die sich streiten“, „Vampi-Schlampi“ oder „Die Fliege-Ziege“. Die meisten ihrer Kinderbücher enthalten eine versteckte Botschaft. Die Trickse-Hixe zum Beispiel bestärkt die jungen Leser darin, keine Angst vorm Leben zu haben. „Solche Dinge liegen mir sehr am Herzen und werden durch meine Bücher spürbar: Dass man über sich hinauswachsen kann, dass wahres Heldentum etwas anderes bedeutet, als supercool und superstark zu sein.“
Brosches Buch "Cache-Kids - Rettet Pfotenglück!" war für die Stiftung Lesen eines von vier Büchern, die zum Welttag des Buches 2016 empfohlen wurden. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur kürte es kürzlich zum Klima-Buchtipp und auch das Leseforum Bayern hat das Werk in die Sommer-Empfehlungsliste aufgenommen.
„Meine Tätigkeiten als Lehrerin und Autorin befruchten sich gegenseitig“, sagt die Autorin. Allen Eltern rät sie: „Niemals irgendetwas miesreden, was ein Kind freiwillig liest!“ Ob es ein Comic oder minderwertiger Schund, ob es nicht altersgemäß ist – „solange es nicht wirklich schrecklich ist, würde ich versuchen, mich mit meinen Empfehlungen zurückzunehmen und unterschiedlichen Lesestoff anbieten. Wenn ein Kind „Harry Potter“ oder „Tintenherz“ lesen mag – wunderbar!“ Wenn nicht, gebe es kurze, spannende, lehrreiche, skurrile, witzige, gruselige Geschichten in Hülle und Fülle. Problembücher, wie es so viele für Jugendliche gibt, wollen die meisten Kids dagegen gar nicht.
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