Stadt Friedberg ehrt ihre verdienten Bürger

Alt-Landrat Theo Körner (links) erhielt von Bürgermeister Roland Eichmann die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger. Foto: Stöbich
 
Für ihr Engagement in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wurden Friedberger Bürger geehrt. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Mit einem Festakt im historischen Sitzungssaal hat die Stadt das Engagement von Bürgern in den unterschiedlichsten Funktionen gewürdigt: Frauenrechtlerinnen, Künstler, Sportler und Politiker wurden von Bürgermeister Roland Eichmann mit Auszeichnungen in Gold und Silber geehrt. An Dr. Theo Körner verlieh der Stadtrat die höchste Anerkennung, die Friedberg an lebende Personen zu vergeben hat: Sein Name steht jetzt in einer Reihe mit den Ehrenbürgern auf einer Tafel im Rathaus.
Für seinen jahrzehntelangen Einsatz in der Kommunalpolitik hat Körner bereits Auszeichnungen am laufenden Band bekommen: unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Goldenen Ehrenringe des Landkreises und der Stadt Friedberg sowie das Feuerwehr-Steckkreuz. Vor fünf Jahren war er zum Altlandrat von Aichach-Friedberg ernannt worden, zuvor war er unter anderem Vorsitzender des BRK-Kreisverbands und des CSU-Stadtverbandes sowie Kreistags- und Stadtratsmitglied. Erst im Herbst konnte er seinen 75. Geburtstag feiern.
Der promovierte Jurist begann seine berufliche Laufbahn bei der Regierung von Schwaben und am Landratsamt Augsburg. Später hatte er einen Lehrauftrag an der Beamtenfachhochschule für Verwaltungslehre Lehrauftrag und war persönlicher Referent von Landtagspräsident Franz Heubl.
"Als Landrat haben Sie wichtige Impulse zur Entwicklung des Landkreises gesetzt", sagte Eichmann und nannte unter anderem die Diskussion um die Mülldeponie Gallenbach, diverse Schulbaumaßnahmen oder die Entwicklung des Verkehrsverbundes in enger Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region. In seiner Dankesrede stellte Körner fest, "dass das alles nie Einzelleistung war, sondern Gemeinschaftsarbeit und Bereitschaft zu Kompromissen". So habe man im Stadtrat zwar gestritten, sei danach aber gemeinsam auf ein Bier ins Zieglerbräu gegangen.
Die Verdienstmedaille in Silber wurde an Marion Brülls und Jakoba Zapf verliehen, Sprecherinnen des Frauenforums Aichach-Friedberg und Initiatorinnen zahlreicher Veranstaltungen. In seiner Laudatio erinnerte Eichmann an viele wichtige Aktionen, aber auch die Teilnahme der Frauen am Altstadtfest oder dem 750-jährigen Stadtjubiläum. Die Medaille bekamen auch der Musiker Roland Plomer und die Mesnerin Anna Michl.
Plomer begann sein musikalisches Wirken in Friedberg Anfang 1976 als hauptamtlicher Kirchenmusiker der Kirche St. Jakob und als Musiklehrer am Gymnasium. Er baute ein Orchester und einen Jugendchor auf, organisierte Benefizkonzerte und das jährliche Silvesterkonzert in Herrgottsruh.
Anna Michl war von 1978 bis 2016 Mesnerin in St. Stefan in Wiffertshausen und trat erst vergangenen September mit 81 Jahren ihren Ruhestand an. "Sie war zuständig für den Mesnerdienst, die Kirchenreinigung, den Blumenschmuck, das Schmücken des Weihnachtsbaumes und das Aufstellen der Krippe", sagte der Bürgermeister. Außerdem ist sie seit 1988 in der Stadtbücherei tätig.
Die Bürgermedaille in Gold wurde Peter Schicker, Werner Miller und Eberhard Krug verliehen. Bereits 2001 hatte Schicker die Silberne Verdienstmedaille für 22 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins erhalten. "Wie kein anderer verkörpern Sie diesen Verein, der viel für Friedberg bewegt hat", stellte Eichmann fest.
Miller hatte 1991 die Ehrenmedaille mit Anstecknadel in Silber für 25 Jahre als Übungsleiter bekommen. "Mittlerweile sind daraus über 50 Jahre geworden, damit sind Sie der Dienstälteste im TSV 1862 Friedberg“, so der Bürgermeister. Nach dem Krieg war er maßgeblich am Aufbau der Turnabteilung beteiligt und selbst ein guter Kunstturner.
Eberhard Krug ist für den karitativen Christkindlmarkt des Verkehrsvereins verantwortlich, bei dem im Laufe der Jahre mehr als 865.000 Euro zusammen kamen. Für seine beispielhafte Initiative war ihm bereits die Silberdistel unserer Zeitung verliehen worden.
Mit dem Goldenen Ehrenring zeichnete der Stadtrat zwei verdiente Bürger aus. "Rose Maier-Haid hat in und für Friedberg schon eine Menge auf die Beine gestellt und bewirkt", heißt es in der Laudatio, die ihr vielseitiges künstlerisches Wirken würdigt. Sie gründete 1984 die Malschule, ist Mitglied der Künstlergruppe Friedberg, Mitbegründerin der Kunstsoziale sowie Initiatorin von „Kann ohne Kanone“, einer Anleitung für Kinder zur Abrüstung im Kinderzimmer, und der Aktion „Menschenskulpturen“. Kürzlich ging der von ihr zum neunten Mal organisierte Skulpturenpfad zu Ende. Eichmann: "Sie wollte sogar ihren Ehrenring selbst entwerfen, doch in diesem Fall musste sie das der Alten Silberschmiede überlassen."
Auch Andreas Beutlrock erhielt den Ehrenring für sein Engagement in ganz unterschiedlichen Funktionen. Sein erstes Ehrenamt übernahm er schon in jungen Jahren im Pfarrgemeinderat. Beim FC Stätzling bekleidet er seit über drei Jahrzehnten verantwortliche Positionen, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie den Schützen Haberskirch-Unterzell und dem Veteranen- und Soldatenverein Stätzling-Wulfertshausen aktiv. Seit 2014 ist er außerdem Mitglied im Friedberger Stadtrat.
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