Von wegen Verkehrsberuhigung: Schwellen rauben Friedbergern die Ruhe

Über die Schwellen am Hagelmühlweg ärgert sich Dieter Zornow. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Dieter Zornow ist zornig über einen "Schildbürgerstreich", wie er das Bemühen der Stadt Friedberg um eine Verkehrsberuhigung nennt. Von seinem Balkon im ersten Stock kann er direkt hinunter auf den Hagelmühlweg schauen, wo seit kurzem zwei Schwellen auf der Fahrbahn montiert sind. Wenn leere Lastwagen auf ihrer Fahrt ins Neubaugebiet Friedberg- Süd diese Schwellen vor dem Kindergarten passieren, "rumpelt es so laut, dass ich es noch bei geschlossener Balkontür in meiner Wohnung höre", ärgert sich Zornow: "An Erholung auf dem Balkon ist deshalb nicht zu denken!"
Wenn schon, so der erboste Friedberger, dann gehöre eine Schwelle an den Beginn des Hagelmühlwegs, in dem eine Tempo 30-Begrenzung gilt. Sein Versuch, das Problem Bürgermeister Roland Eichmann persönlich zu schildern, sei aus terminlichen Gründen erfolglos geblieben. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte Eichmann, die Schwellen zur Verkehrsberuhigung vor dem Kindergarten seien angebracht worden, weil sich viele Anwohner über Raser beschwert hätten.
Bei Geschwindigkeitsmessungen habe man allerdings festgestellt, dass das angeblich überhöhte Tempo oft nur ein subjektiver Eindruck sei: "Wenn ein Lastwagen mit etwas mehr als 30 km/h auf einen zukommt, kann man sich leicht verschätzen!" Er halte die jetzige Lösung durchaus für vertretbar, so der Bürgermeister, und den angeblichen Lärm auch für zumutbar, weil sich die täglichen LKW-Leerfahrten in Grenzen hielten.
Zornow räumt selbst ein, dass das Problem nicht durch Personenwagen entstehe, "und auch wenn ein Lkw vollgeladen ist, geht es". Andere Anwohner hätten sich bisher nicht bei der Stadtverwaltung beschwert, so Eichmann.
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