Das Friedberger Viertel unterm Berg soll attraktiver werden

Friedberg: Friedberg | Die Bürger sollen nicht zur Kasse gebeten werden, wenn die Stadt Friedberg ein Sanierungsgebiet unterm Berg ausweist. Denn geplant ist ein vereinfachtes Verfahren, bei dem den Anwohnern keine Ausgleichsbeiträge drohen. Das sei möglich, hieß es in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses, weil keine hohe Steigerung der Bodenrichtwerte zu erwarten ist. Das Projekt steckt noch in der Vorbereitungsphase, der Stadtrat wird sich dieses Jahr weiter damit befassen.
Bürgermeister Roland Eichmann hatte sich bereits zu einem Gespräch mit Bürgern getroffen, die einer Sanierung kritisch gegenüber stehen. Er sagte, dass Hausbesitzer sogar Zuschüsse für energetische Renovierungen bekommen können. Wie man das Viertel aufwerten kann, erläuterte im Ausschuss Architekt Ulrich Wieler. Zwischen der Altstadt im Osten und den Einzelhandels-Angeboten im Westen brauche das Quartier eine eigene Identität.
Das noch wenige vorhandene historische Potenzial des Untersuchungsgebietes unterm Berg müsse erhalten, denkmalgeschützte Gebäude sollen aufgewertet werden. Mit einem plakativen Leitsystem sollen die vorhandenen Treppenaufgänge stärker mit der Altstadt verbunden werden. Für das Viertel seien kleine Straßen, Wege und Treppen typisch, sagte Wieler; diese möchte er attraktiver gestalten.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen Geländer, Belag, Beleuchtung und Ausschilderung, ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild oder die Schaffung von Quartiersplätzen. Ein solcher Platz soll auch aus dem Areal werden, an dem sich die Achstraße und die Straße unterm Berg begegnen. Derzeit fahren und parken Autos auf einem Asphalt-Fleckerlteppich, der von einer Mauer geteilt wird. Um die Situation zu verbessern, schlägt der Architekten einen Gestaltungswettbewerb vor.
Die Ach mit ihren Wasserläufen könne zu einer guten Aufenthaltsqualität beitragen; im Bereich des Fuß- und Radwefges sei aber eine bessere Beschilderung und Beleuchtung notwendig. Der Architekt sprach im Ausschuss auch den geplanten Kreisverkehr an. Die Stadteinfahrt könnte aufgewertet werden, indem man die Kreisel-Mitte künstlerisch oder gärtnerisch gestaltet. Vorstöße der Stadt waren bisher an einem Grundstückseigentümer gescheitert.
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