Ein Wunschzettel für's ganze Jahrzehnt

Wohin es in Friedberg künftig gehen soll, darüber wollen die Stadträte am 9. April diskutieren. Foto: Stöbich


In der Sitzung des Friedberger Stadtrats am Samstag, 9. April, steht nur ein einziger Punkt auf der Tagesordnung, doch der hat es in sich: Ab 13 Uhr wollen die Mitglieder öffentlich über wichtige Maßnahmen in den nächsten zehn Jahren diskutieren. Mit den Prioritäten für die Stadtentwicklung hatte sich das Ratsgremium bereits Anfang vergangenen Jahres bei einer zweitägigen Klausur beschäftigt; diese Liste ist laut Bürgermeister Roland Eichmann mittlerweile aber nicht mehr aktuell und soll deshalb jetzt bis zum Jahr 2027 fortgeschrieben werden.

Auf dem Wunschzettel der Fraktionen stehen zahlreiche Investitionen, unter anderem für Gewerbe, Kultur, Straßenunterhalt, Tourismus, Verkehrsplanung sowie eine Reihe weiterer Maßnahmen, für die in den kommenden Jahren vorhanden natürlich auch das entsprechende Finanzpolster sein muss. In der Dringlichkeitsliste ganz oben steht ein Projekt, über das in Friedberg schon seit langem diskutiert wird: Der auf mindestens zehn Millionen Euro geschätzte Neubau des städtischen Baubetriebshofs westlich der Wertstoffsammelstelle am "Lueg ins Land". Weil ein Bodengutachten ergeben hat, dass der Untergrund am neuen Standort teilweise sehr schlecht ist, will die Verwaltung eine neue Untersuchung in Auftrag geben und prüfen, wo sich eventuell sparen lässt.

Hohe Priorität haben auch ein Nutzungs- und Sanierungskonzept für die städtischen Immobilien sowie die Entwicklung der Innenstadt; dabei geht es ebenso um eine Verkehrsberuhigung in der Ludwigstraße wie um die Überarbeitung der Altstadt-Gestaltungssatzung. Weitere wichtige Punkte in der Diskussion am 9. April sind unter anderem ein Nutzungskonzept für das Wittelsbacher Schloss, die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft sowie Konzepte zu den Themenbereichen Inklusion, Tourismus und Straßenunterhalt. Außerdem stehen auf der Liste auch noch Leihfahrräder und Radwege, Investitionen für die Feuerwehr oder Wohnbauzuschüsse. (Peter Stöbich )
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