Endlich auf den Schlossturm

Die Bauarbeiten kommen gut voran. Davon überzeugten sich die Mitglieder des Schlossausschusses bei einer Ortsbesichtigung. Foto: Roland Eichmann

Mitglieder diskutieren über Treppe: Bei den Führungen zum „Tag des Offenen Denkmals“ kam die Besichtigung des Kellergewölbes im Westtrakt des Schlosses besonders gut an.

Bei einer Ortsbesichtigung der Baustelle des Friedberger Schlosses haben sich die Mitglieder des Schlossausschusses einen Eindruck vom Stand der Dinge verschafft. Über eine Treppe und den Schlossturm diskutierten die Ausschussmitglieder in der anschließenden Sitzung.

Der Baufortschritt sei bemerkenswert, auch wenn die Arbeit der Zimmerleute aufgrund der großen Schäden deutlich aufwendiger ausfallen muss als geplant. Bei den Bauarbeiten wurden die bisherigen abgehängten Decken abgebaut. Seitens der Museumsleitung kam die Frage auf, ob man die schöne Holzbalkendecke nicht sichtbar lassen könne. Allerdings war die Balkendecke in der Geschichte des Schlosses nie sichtbar. Aus Gründen des Brandschutzes würde dies ein zu großes Risiko darstellen. Die Decke wird also wieder verputzt. Bei den Führungen zum „Tag des Offenen Denkmals“ kam die Besichtigung des Kellergewölbes im Westtrakt des Schlosses über die erst jetzt freigelegte Treppe besonders gut an. Da die Nutzung der Treppe in Zukunft weder geplant noch baurechtlich möglich ist, überlegten die Mitglieder des Schlossausschusses, ob dieser Zugang zumindest optisch erhalten bleiben soll, um interessante Blicke vom Wandelgang aus in das beleuchtete Kellergewölbe zu ermöglichen. Über eine interne Treppe bleibt der Keller dennoch für Sonderführungen zugänglich.

Letztendlich hat der Schlossausschuss noch keine Entscheidung für oder gegen den 12 000 Euro teuren Einbau einer Glasscheibe inklusive Geländer gefällt.

32 000 Euro


Die Nutzung beziehungsweise Begehung des Schlossturmes war in den bisherigen Planungen aufgrund der Brandschutzproblematik nicht enthalten. Nachdem im Juni eine Begehung auch mit der Feuerwehr stattgefunden hatte, erörterte der Schlossausschuss nun, mit welchem Aufwand ein Einbezug in die Museumsnutzung doch möglich wäre.

Mit einem finanziellen Aufwand von 32 000 Euro soll der Turm begehbar werden. Hinaufsteigen können Interessierte aber künftig nur mit eingewiesenem Aufsichtspersonal und nur in Gruppen mit maximal 15 Personen.

von Peter Lütke-Wissing
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