Friedberg: Unterm Berg wird saniert

Das Sanierungsgebiet unterm Berg umfasst 10,4 Hektar. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Für das rund 10,4 Hektar große Sanierungsgebiet "Unterm Berg" hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Abschlussbericht des Weimarer Planungsbüros "UmbauStadt" gebilligt. Die in diesem Bereich geplanten Maßnahmen werden im sogenannten vereinfachten Verfahren durchgeführt, wie dies schon bei den bisherigen Sanierungsgebieten Altstadt und Schlosserweiterung der Fall war.
Damit drohen den Bürgern keine Ausgleichsbeiträge, versicherte Bürgermeister Roland Eichmann. Das sei möglich, weil keine hohe Steigerung der Bodenrichtwerte zu erwarten ist. Für Hausbesitzer, die eine energetische Renovierung realisieren wollen, gibt es sogar Zuschüsse.
Der Satzungsbereich umfasst den historischen Kern des ehemaligen Gerber- und Mühlenviertels und integriert auch jene Siedlungsteile, die nach 1950 im allgemeinen Wachstum der Stadt Friedberg eine Erweiterung des Quartierts bis zur Afrastraße und zum Gerberweg vorangebracht haben. Das Viertel hat im Kern historische Züge, ist aber nach dem Zweiten Weltkrieg enorm gewachsen. Die neuesten Häuser stammen aus den 90er Jahren. Das historische Potenzial gelte es zu erhalten und mehr herauszustellen, heißt es im Abschlussbericht.
Die Stadt verspricht sich davon eine Aufwertung des Quartiers, die Erhaltung von Freiräumen wie den Achwiesen, eine Verbesserung der Wegebeziehungen in die Innenstadt und eine Sicherung der alten Strukturen in dem Handwerker- und Mühlenviertel. Die Hausbesitzer können außerdem mit Zuschüssen rechnen, wenn sie ihre Immobilien sanieren.
Kleine Straßen, Wege und Treppen sind typisch für das Viertel. Ziel ist es, sie attraktiver zu machen. Zu den Maßnahmen zählen Geländer, Belag, Beleuchtung und Ausschilderung, ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild, soweit wie möglich Barrierefreiheit und die Schaffung von Quartiersplätzen, die als Treffpunkte dienen.
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