Geld sparen und Klima schützen: Energieeffizientes Wohnen, präsentiert in Friedberg

Die Firma Silberhorn KG lud zusammen mit dem Stimmkreisabgeordneten Thomas Tomaschko (r.) zur Ausstellung „Klima schützen, Geld sparen“ ein. Die Friedberger Firma für Haustechnik begrüßte mit dem persönlich haftenden Gesellschafter Wolfgang Hoffman (2. v. l.) die Energieministerin Bayerns Ilse Aigner (2. v. r.) und den Professor für Gebäudeenergietechnik Thomas Juch (l.).

Die bayerische Staatsministerin Ilse Aigner, zu Gast bei Silberhorn KG in Friedberg, gibt Ausblicke auf die Energiewende Bayerns und setzt auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

Das Eigenheim ist für viele Menschen, besonders für Familien, das wichtigste Thema. Doch wie man sein Haus energieeffizient und umweltfreundlich gestaltet und wie sich auch die Investition am besten schnell rentiert, waren die Hauptthemen der Ausstellung „Energieeffizientes Haus“ in Friedberg.
An Kompetenz gegenüber jenem Thema mangelte es an diesem Abend nicht, denn neben der bayerischen Staatsministerin für Energie und Technologie Ilse Aigner war auch Professor Thomas Juch aus Bremerhaven, Experte für Versorgungstechnik und Anlagenbetriebstechnik, anwesend.

Die Firma Silberhorn KG durfte am vergangenen Montag, gemeinsam mit dem Stimmkreisabgeordneten Thomas Tomaschko, die bayerische Energieministerin Ilse Aigner begrüßen. Seit 1931 beschäftigt sich die Silberhorn KG mit dem Thema Haustechnik und verfügt nunmehr über rund 20.000 Artikel für den Bereich Sanitär, Heizung, Installation, Lüftung und Dachtechnik. Somit war das Friedberger Unternehmen genau der richtige Veranstalter um gemeinsam mit Ilse Aigner, Thomas Juch und den Bürgern in Diskussion zu treten. Neben den spannenden Diskussionen und den Vorträgen konnten sich die Besucher der Ausstellung interessante Neuerungen der Silberhorn KG im Bereich Energieeffizienz für zuhause ansehen.

Der Umwelt zuliebe: energieeffizient und günstig

Die Besucher konnten sich zunächst auf der Ausstellung über den modernen Stand von Dämmung, Lüftung oder nachhaltige Energien wie Photovoltaik oder Biomasse informieren. Hauptaussage der Ausstellung war, dass ein Haus energieeffizient gestalten, die Umwelt schonen und dabei noch Geld sparen, sich nicht ausschließen. Thomas Tomaschko eröffnete die Ausstellung indem er zunächst die Arbeit der vielen Handwerker und Installateure der Silberhorn KG lobte, ohne die die Energiewende nicht möglich sei. Außerdem lud er die Besucher ein, sich mit dem wichtigen Thema Energieeffiziens und Klimaschutz auseinanderzusetzen.

Professor Thomas Juch erläuterte zunächst das Thema Energiewende, das langfristig bedeutet, sich von Kohle, Erdöl und Gas zu entfernen und auf erneuerbare Energien zu setzen. „Das Thema Energiewende betrifft nicht nur das Eigenheim, es ist auch eine Sache der Regierung“, so Juch, „denn irgendwann werden die Ressourcen erschöpft sein“. Dennoch sei die Investition in ein energieeffizientes Eigenheim eine sichere und vor allem sinnvolle Anlage.

Staatsministerin Aigner lobt Sanierungsprogramm

Ilse Aigner lobte in ihrem Beitrag die Ausstellung und dessen positive Darstellung von Energieeffizienz. „Viele sind von der Energiewende betroffen. Sei es der Umgang mit Kohlestrom oder Windrädern“, erklärte Aigner. Des Weiteren sei hier die Unterstützung der Energiewende und des Umweltschutzes seitens der Bevölkerung essenziell, denn nur gemeinsam mit den Experten der Energieindustrie und der gegebenen Technik könne der Freistaat Bayern die Energiewende stemmen.

Besonders hob Ilse Aigner ihr 10 000-Häuser-Programm hervor, welches energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen finanziell unterstützt. Es gehe um eine sichere Energieversorgung des Eigenheims und darum, dass eine solche nachhaltige Modifizierung des Hauses für jeden finanziell erschwinglich sein sollte. „Einsparung und Effizienz sind die Schlagwörter meiner Arbeit. Schließlich ist die beste Nutzung von Energie, wenn diese gar nicht erst verbraucht wird“, sagte Aigner.

Schwerpunkt: Energie effizient transportieren und speichern

Die Energiewende sei wichtiger denn je, denn der größte Energieverbrauch liege im Gebäudebereich, nämlich bei 20 bis 25 Prozent. „Ich möchte die Energieeffizienz der Gebäude weiterhin fördern, speziell in Form von besseren Heiz- und Speichersystemen und Solarenergie“, verspricht Aigner. Durch die Förderung ihres 10 000-Häuser-Programms würden auch die Kosten der Eigentümer sinken. Dieses Programm gibt es bislang nur in Bayern, was Aigner umso mehr freue.

Ferner gab Aigner ganz offene Einblicke in die Probleme, die sich ihr und ihrer Energieeffizienz in den Weg stellen. Damit der Strom in Bayern auch ankomme, seien 95 Prozent der Netzkosten nötig, was etwa eine Milliarde Euro pro Jahr ergäbe. Die Regierung jedoch entscheide sich meist für die billigste Variante. Außerdem kämpfe sie stets für die Öffnung von Freiflächen in Bayern, um diese mit erneuerbare Energien zu bebauen. Ein weiteres Augenmerk legt Aigner auf die Speicherung von Energien, was ihrer Meinung nach zukunftsweisend sei. Zum Beispiel könne man mit Wärmespeichern Energie speichern, bevor diese verloren gehe.

Diskussion zur Energiewende

Zum Ende des Tages nahm sich Ilse Aigner viel Zeit, um sich gemeinsam mit Professor Juch den Diskussionen mit dem Publikum zu stellen. Das rege Interesse an dem Thema Energiewende war groß, da ein energieeffizientes Eigenheim für den Privatmann mit vielen Überlegungen verbunden ist. Doch Aigner und Juch wussten als Team, wovon sie redeten, und gaben neben den Erklärungen auch den ein oder anderen privaten Ratschlag.

Anschließend bedankten sich Thomas Tomaschko und der persönlich haftende Gesellschafter der Silberhorn KG Wolfgang Hoffman bei den Rednern und wünschten Aigner viel Erfolg bei ihrem 10.000-Häuser Programm, denn nur wenn Politik, Wirtschaft und Bürger an einem Strang ziehen würden, könne die Energiewende erfolgreich sein.

Nach der Diskussion schaute sich Aigner den neusten Stand der Technik für energieeffiziente Eigenheime auf der Ausstellung an. Sichtlich interessiert ließ sie sich für ihre Arbeit inspirieren.
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