Mehr Energie vom Dach

Weitere Photovoltaikelemente sollen aufs Dach der Schule kommen und die defekten werden ersetzt. (Foto: Anja Lütke-Wissing)

Immer mehr Elemente der Grundschul-Photovoltaikanlage werden blind und erbringen weniger Energie als ursprünglich. Nun wird die Anlage erneuert und erweitert.

Seit 2004 gibt es auf dem Dach der Grundschule Süd in Friedberg eine Photovoltaikanlage, die rund 85.000 Euro gekostet und bisher rund 133.000 Euro Erträge erwirtschaftet hat. Die Anlage lieferte in der Spitze mehr als 21.000 kWh Strom. Leider sind an den Modulen der Anlage Schäden aufgetreten, sie werden zunehmend blind und liefern dadurch nur noch 16.000 kWh Strom. Da die Herstellerfirma Shell den Betriebszweig nicht mehr führt, kann keine Gewährleistung mehr in Anspruch genommen werden. Ein Ersatz einzelner defekter Module ist nicht möglich, zumal es auch wahrscheinlich ist, dass immer mehr von ihnen blind werden.
Nun wurde im Werkausschuss diskutiert, ob die Anlage komplett erneuert und sogar erweitert werden soll. Da ein sehr günstiges Angebot vorlieg, kann der bisher dank der hohen Einspeisevergütung erwirtschaftete Gewinn die Neuanschaffung sowie die Erweiterung decken. Auch die zu erwartenden Mindereinnahmen gleichen die Kosten der Erneuerung fast aus, da die garantierten Einspeisesätze von 57,4 ct/kWh auch bei der Erneuerung der Anlage bis 2023 erhalten bleiben. Es ist außerdem nicht abschätzbar, ob sich die Leistung noch weiter verschlechtern würde. Die Gesamtkosten für den Austausch liegen bei etwa 25.000 Euro. Da die bisherige Leistung auf einer kleineren Fläche untergebracht werden kann, könnte die Anlage um die frei werdende Fläche für etwa 20.000 Euro erweitert werden. Für die erweiterte Fläche wird allerdings nur Vergütung nach dem aktuellen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gezahlt. Der Strom, den die erweiterte Anlage produziert, wird in erster Linie für den Eigenverbrauch der Schule verwendet.
Nachdem im vergangenen Jahr bereits im Werkausschuss darüber diskutiert wurde, wo noch weitere Anlagen errichtet werden können, und aufgrund der positiven Wirtschaftlichkeitsberechnungen empfehlen die Stadtwerke Friedberg dem Ausschuss die Erneuerung und Erweiterung. Alle Mitglieder stimmten für diese sinnvolle Maßnahme. Ob die alte Anlage entsorgt wird oder zum Beispiel bei den Schrebergärten oder anderen Initiativen weiterverwendet werden kann, wird noch geprüft.

Anja Lütke-Wissing
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