Neue Jugendpflegerin in Friedberg: Die Hoffnung ruht auf Linda Greiter

Willkommen in Friedberg, sagten der Jugendpflegerin Linda Greiter Bürgermeister Roland Eichmann (rechts)und Kulturabteilungschef Frank Büschel. Foto: Stöbich

Wichtige Aufgaben warten auf die neue Hoffnungsträgerin der Stadt Friedberg: Linda Greiter hat Mitte November als neue Jugendpflegerin begonnen und damit die Übergangsfrist beendet, nachdem ihr Vorgänger Matthias Hauskrecht zehn Jahre lang für die Friedberger Jugendarbeit im Einsatz war. Die 29-jährige Bildungs- und Erziehungswissenschaftlerin stammt aus dem Allgäu und soll unter anderem ein Gesamtkonzept für die künftige Jugendarbeit erarbeiten und umsetzen.

Denn bislang ruhte die Jugendarbeit auf zwei Säulen: Im Mittelpunkt stand das Jugendzentrum an der Aichacher Straße, für das der städtische Jugendpfleger verantwortlich war. Für Streetwork, also die aufsuchende Jugendarbeit, bediente sich die Stadt der Mitarbeiter des Sozialpädagogischen Instituts Augsburg (SIA). Eine Situation, die aus mehreren Gründen als unbefriedigend angesehen wurde: Zum einen ist das Jugendzentrum wenig attraktiv und entsprechend schlecht besucht, zum anderen gab es teilweise Parallelstrukturen zwischen Stadtjugendpflege und SIA-Mitarbeitern.
Darum hatte der städtische Sozialausschuss vor einem halben Jahr beschlossen, dass die Jugendarbeit komplett in eine Hand gelegt wird und dass ein neues Konzept den Schwerpunkt auf dezentrale Lösungen legen soll. Spätestens nächsten August will die Stadt das Streetwork selber übernehmen. Die SIA tut sich ohnehin gerade schwer damit. Ein Sozialpädagoge hatte im Sommer gekündigt, seine Kollegin inzwischen ebenfalls, wie Bürgermeister Roland Eichmann unlängst im Stadtrat berichtete. Die SIA tue sich schwer, Personal auf dem abgegrasten Markt zu finden. Auch der Stadt waren sowohl im Sommer als auch bei der zweiten Ausschreibung nach den Sommerferien Wunschkandidaten abgesprungen.

Bei ihrer neuen beruflichen Herausforderung genießt Linda Greiter zwar viel Spielraum, um eigene kreative Ideen zu entwickeln, aber natürlich muss sie sich dabei mit den Mitgliedern des Jugendrats, der Friedberger Jugendverbände sowie den politischen Gremien der Stadt abstimmen. „Denn es soll keine Ein-Frau-Show geben“, sagte Bürgermeister Roland Eichmann bei der Vorstellung der Jugendpflegerin, die in Lechhausen wohnt und in ihrer Freizeit gern Krimis liest oder sportlich unterwegs ist.
In den verbleibenden Wochen bis zum Jahreswechsel wird sie sich in die Friedberger Themen einarbeiten und Kontakte knüpfen. Ein Großereignis im neuen Jahr steht bereits fest, bei dem Greiter ihren Abteilungsleiter Frank Büschel tatkräftig unterstützen wird: Am Südufer des Friedberger Sees soll am 21./22. Juli 2017 ein Festival für die ganze Familie steigen. Eichmann sieht es als Nachfolger des Mittendrin-Festivals, das seit dem Jahr 2000 im Drei-Jahres-Rhythmus im Stadtzentrum über die Bühne ging.
Wie früher „Mittendrin“ ist auch die neue Veranstaltung vorerst nur auf zwei Tage angesetzt, allerdings mit Potenzial auf Verlängerung, wenn sie sich etabliert hat. Geplant sind bei der Party zwei Bühnen, auf denen sowohl Friedberger Akteure als auch Musiker auftreten sollen, die in der Region erfolgreich sind.

Neben der Jugendpflegerin sind in die Vorbereitung auch Jugendrat und -club eingebunden; das Festival soll mit Ausnahme der Altstadtfestjahre jeden Sommer stattfinden. Anders als bei „Mittendrin“ wird der Eintritt künftig aber nicht mehr kostenlos sein, um für eine gewisse Refinanzierung zu sorgen.
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