Neue Radstellplätze in Friedberg

Für Fahrräder in der Innenstadt sollen neue Abstellplätze geschaffen werden. Foto: Stöbich


Radfahrer im Friedberger Zentrum müssen ihre teuren Drahtesel künftig nicht mehr an Laternenpfosten anketten oder an die Kirchenmauer lehnen. Denn der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung die Verwaltung beauftragt, Kostenangebote für neue Stellplätze an zahlreichen Standorten einzuholen. Das hatten die Ratsfraktionen von Grünen und SPD schon mehrmals gefordert, zuletzt beantragte die ÖDP die symbolische Zahl von 100 neuen Radlständern.

Bei einer Ortsbegehung hielten Mitarbeiter der Verwaltung kürzlich Ausschau nach geeigneten Plätzen, um passende Bügel anzubringen, die nicht die Altstadt verschandeln. "Die im Bereich der äußeren Ludwigstraße vorhandenen Ständer der dortigen Geschäfte wurden bewusst nicht angetastet", sagte Bürgermeister Roland Eichmann.

In der Liste der möglichen Stellplätze, über die der Ausschuss diskutierte, sind unter anderem der Jakobs- und Marienplatz, die Bauernbräu- und Jungbräustraße sowie Teile der Ludwigstraße aufgeführt. Diese Zusammenstellung enthält auch Standorte, an denen es bereits Abstellmöglichkeiten gibt. Die Verwaltung schlug die Anschaffung einheitlicher Ständer vor, wie sie bereits beim Projekt des behindertengerechten Ausbaus des Knotenpunkts Ludwig-/Münchner Straße vorgestellt wurden.

Wichtig sei, so der Bürgermeister, dass man die rund 100 neuen Befestigungsmöglichkeiten auch problemlos wieder abmontieren könne, damit sie bei größeren Veranstaltungen wie dem Altstadtfest oder Friedberger Advent nicht im Weg sind. Über Aussehen und Funktionalität gingen die Meinungen der Ausschussmitglieder auseinander, denn die Gestaltungsvarianten reichen vom schlichten und deshalb unauffälligen Bügel bis zu einer wuchtigeren Lösung mit Überdachung - letztere passt aber eher an den Bahnhof als in die Innenstadt.

Schließlich gab es eine Mehrheit von 9:4 Stimmen für einfache Anlehnbügel: zwei senkrechte Stangen mit einer quer obendrauf. Einschließlich Montage werden die Kosten zwischen 20 000 und 25 000 Euro geschätzt; dieser Betrag ist im aktuellen Etat auf verschiedene Haushaltsstellen verteilt. Die Verwaltung soll jetzt konkrete Angebote einholen; nach dem zehnten Altstadtfest will die Stadt mit der Aufstellung beginnen. (Peter Stöbich )
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